PfadnavigationHomeRegionalesNiedersachsen & Bremen1.500 Menschen protestieren in Emden gegen Sparpläne bei VWStand: 16:01 UhrLesedauer: 3 MinutenRund 1.500 Teilnehmer versammelten sich laut IG Metall bei der Kundgebung in Emden.Quelle: Lars Penning/dpaIm Werk Emden werden ausschließlich Elektroautos gebaut - dennoch droht dem Standort die Schließung. Bei einem Protest machen viele Beschäftigte ihrem Ärger über die neuen VW-Sparpläne Luft.Mit Trillerpfeifen, Fahnen und Bannern haben hunderte Beschäftigte des VW-Werks in Emden gegen die Sparpläne des VW-Konzerns und die drohende Schließung ihres Standortes in Ostfriesland protestiert. Bei einer Aktion der Betriebsräte und Vertrauensleute vor dem Werkstor kamen zum Schichtwechsel von Früh- und Spätschicht zahlreiche VW-Beschäftigte und auch Gewerkschafter anderer Unternehmen zusammen. Die IG Metall sprach von rund 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.Vor der VW-Aufsichtsratssitzung gab es heute bundesweit Protestaktionen an allen Konzernstandorten. Laut IG Metall handelt es sich nicht um einen Arbeitskampf, sondern um Informations- oder Protestveranstaltungen.Betriebsrat: «Investiert in Menschen»Siemen Boomgaarden, VW-Betriebsrat in Emden, kündigte heftigen Widerstand gegen ein mögliches Aus des Emder Werkes an. «Angriffe auf unseren Standort werden wir mit aller Macht verhindern», rief er in eine Rede den Protestteilnehmern zu. Vom VW-Vorstand erwarte die Belegschaft nun «eine klare Zukunftsstrategie».Um die Zukunft von VW zu sichern, dürfe nicht bei den Menschen gespart werden, «die diesen Laden jeden Tag am Laufen halten», sagte Boomgaarden. «Schluss mit dem Kahlschlag in Deutschland. Investiert in Menschen und nicht in eure Marge.»Mit den Protesten reagieren Betriebsrat und Gewerkschaft auf jüngste Berichte über verschärfte Sparpläne des Konzerns. Laut «Manager Magazin» will VW seinen Sparkurs deutlich verschärfen: Bis zu 100.000 Stellen könnten weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken des VW-Konzerns in Deutschland droht demnach sogar die Schließung - darunter Emden. Laut «Spiegel» könnte die Fahrzeugproduktion dort ab 2031 auslaufen.VW bestätigte bisher nur, dass der Konzernvorstand «intensiv an einem Zukunftsplan für die Neuaufstellung des Unternehmens» arbeite, nannte aber keine Details. Ziel sei eine «umfassende Transformation».IG Metall: Werden Druck wenn nötig erhöhenIn Emden baut VW inzwischen nach einer Milliardeninvestition in sein Werk ausschließlich E-Autos wie den ID.7. In dem Werk arbeiten rund 7.700 Beschäftigte, es ist der wichtigste industrielle Arbeitgeber in Ostfriesland.Die Belegschaft in Emden habe den Wandel zur Elektromobilität gemeistert, es würden preisgekrönte Autos in Ostfriesland gebaut, sagte Boomgaarden. «Emden ist auf Kurs.» Nun sei das Management dran, Lösungen zu finden.Franka Helmerichs, Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Emden, kritisierte, dass die Medienberichte über die Sparpläne die Belegschaft verunsicherten. «Ängste schüren, das ist es, was das Management beherrscht. Aber ihren Job machen und sich an Vereinbarungen halten, das können sie nicht.»Von dem Protest gehe ein klares Signal an Konzern: «Wir werden unsere Zukunft nicht kampflos aus der Hand geben», sagte Helmerichs. «Sollte der Vorstand jedoch an seinen Plänen festhalten und den Weg der Konfrontation weitergehen, dann wird dieser Aktionstag nicht das Ende sein, sondern der Beginn einer entschlossenen Auseinandersetzung.» Wenn es erforderlich sei, werde man den Druck erhöhen.dpa-infocom GmbH
1.500 Menschen protestieren in Emden gegen Sparpläne bei VW - WELT
Im Werk Emden werden ausschließlich Elektroautos gebaut - dennoch droht dem Standort die Schließung. Bei einem Protest machen viele Beschäftigte ihrem Ärger über die neuen VW-Sparpläne Luft.













