PfadnavigationHomeRegionalesBerlin & BrandenburgBerliner CDU berät auf Wahl-Treffen über schlechte LageStand: 15:52 UhrLesedauer: 2 MinutenBerlins Regierender Bürgermeister und CDU-Chef Kai Wegner ist erheblich unter Druck. (Archivbild) Quelle: Annette Riedl/dpaIn der Berliner CDU rumort es gut zwei Monate vor der Wahl. Wie geht es mit dem Regierenden Bürgermeister und Spitzenkandidaten Kai Wegner weiter?Die Berliner CDU will auf einer Sitzung am Freitag über die schlechten Umfragewerte gut zwei Monate vor der Abgeordnetenhaus-Wahl und ihren Wahlkampf beraten. An dem Treffen der CDU-Kreisvorsitzenden nimmt auch der Regierende Bürgermeister und Spitzenkandidat Kai Wegner teil, der wegen falscher Angaben zu seinem Krisenmanagement während des großen Stromausfalls im Berliner Südwesten im Januar stark unter Druck steht. Zuletzt war er auch vom Koalitionspartner SPD scharf angegangen worden.Nach Angaben mehrerer Kreisvorsitzender war das Treffen vor etwa vier Wochen terminiert worden. Teils wurde eingeräumt, dass in der Partei Unruhe und Verärgerung über das Agieren Wegners herrsche. Schon seit längerem fürchten Abgeordnete angesichts schlechter Umfragewerte von zuletzt nur noch 17 Prozent (2023: 28,2 Prozent) um ihre Wiederwahl.Falsche AngabenWegner wurde bereits früh nach dem tagelangen Stromausfall in Berlin Anfang Januar kritisiert, unter anderem, weil er ein Tennisspiel am ersten Tag gegen Mittag zunächst verschwiegen hatte. Auch seine Angaben zu seinen Abläufen an jenem Tag warfen immer wieder neue Fragen auf. Am vergangenen Dienstag berichtete der «Tagesspiegel» unter Berufung auf Angaben der Senatskanzlei, Wegner habe am 3. Januar anders als zunächst von ihm dargestellt vormittags nicht dienstlich zu dem Blackout telefoniert.Ablösung Wegners?Die «Welt» berichtete, angesichts der Lage wollten mehrere Kreisvorsitzende Wegner dazu bringen, nicht mehr zu kandidieren. Bis zur Wahl solle er aber im Amt bleiben. Nach «Nius»-Informationen soll in der Berliner CDU zu hören sein, dass der Regierende Bürgermeister seine Spitzenkandidatur niederlegen wolle. Verschiedene CDU-Quellen bestätigten das auf dpa-Anfrage nicht.dpa-infocom GmbH