Dem »Focus« zufolge wird Wegner sich bei dem Treffen erklären. Es sei nicht ausgeschlossen, dass der Regierungschef ausgetauscht werde, sagte ein hochrangiger CDU-Funktionär nach Angaben des Magazins. Als möglicher Nachfolger werde demnach Finanzsenator Stephan Evers favorisiert, auch Jugendstaatssekretär Falko Liecke sei im Gespräch. Ob die Genannten zur Verfügung stünden, sei allerdings unklar.Wegner wurde bereits früh nach dem tagelangen Stromausfall in Berlin Anfang Januar kritisiert, unter anderem, weil er ein Tennisspiel am ersten Tag gegen Mittag zunächst verschwiegen hatte. Ein Brandanschlag am 3. Januar auf eine Kabelbrücke hatte die Stromversorgung von bis zu 45.000 Haushalten im Bezirk Steglitz-Zehlendorf für vier Tage unterbrochen. Im Interview mit Welt TV sagte Wegner dann am 7. Januar: »Ich habe in der Tat um 8.08 Uhr begonnen, die Telefonate zu führen. Ich habe mit den Krisenstäben telefoniert, mit Stromnetz.«
Am Dienstag berichtete der »Tagesspiegel«, Wegner habe am 3. Januar vormittags nicht dienstlich zu dem Blackout telefoniert. Vor 12.45 Uhr sei kein Telefonat geführt worden. Die Senatskanzlei teilte mit: »Vielmehr fand der Austausch per Textnachrichten statt.« Erst um 12.45 Uhr telefonierte Wegner demnach mit Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD).Wegner selbst erklärte auf der Plattform X: »Durch meine Aussagen Anfang Januar ist ein Eindruck entstanden, den ich bis heute sehr bedauere.« Er habe am 3. Januar vor 13 Uhr zwei Telefonate geführt und darüber hinaus vor allem per Textnachrichten kommuniziert. Darüber habe er bereits im März mit den Zeitungen »Bild« und »B.Z.« gesprochen und sich entschuldigt. Die »B.Z.« berichtete am 24. März, Wegner habe vormittags über Textnachrichten mit seinem Stab kommuniziert, erwähnte aber kein dienstliches Telefonat.










