Rundes Jubiläum: Die populäre Virtualisierungslösung Parallels Desktop für macOS wird in diesem Sommer 20 Jahre alt. Seither hat sich viel verändert: Aus der einfachen Möglichkeit, ein Intel-Windows auf dem Mac auszuführen, ohne Multiboot nutzen zu müssen, wurde ein Tool, mit dem viele verschiedene Betriebssysteme verwendet werden – inklusive macOS selbst.
Intel-Macs starteten den Virtualisierungstrend
Die Reise mit Parallels Desktop begann 2006. Damals hatte Apple die ersten Intel-Macs auf den Markt gebracht, nachdem man sich von der für den Hersteller zunehmend problematischen PowerPC-Architektur entfremdet hatte. Die x86-basierten Maschinen hatten einen weiteren Vorteil: Technisch lief darin eine PC-Architektur. Apple ermöglichte es mit Bootcamp erstmals, ein aktuelles Windows auf Macs zu bringen, in das man auf Wunsch neben macOS booten konnte. Der Hersteller lieferte sogar passende Treiber. Bequem war das für viele macOS-Nutzer nicht, auch der Datenaustausch hinkte.
Auftritt Parallels Desktop: Ähnlich wie etwas später der Hauptkonkurrent VMware Fusion erlaubte die Anwendung, Windows in einer virtuellen Maschine zu installieren. Damit konnte man, bei ausreichend RAM- und Festplattenplatz, Windows einfach parallel zu macOS verwenden. Nach und nach verbesserte sich auch der Datenaustausch, schließlich gingen Mac und Windows auf Wunsch sogar ineinander über. Über die Jahre wurde die Software immer wieder verbessert, bekam mehr Grafik- und allgemeine Leistung, ließ sich teilweise auch für (eher einfache) Spiele nutzen. Später liefen auch 64-Bit-Windows-Varianten, Linux-Derivate sowieso.






