Auch wenn Microsoft heutzutage eher wegen der Integration von KI in alle seine Produkte und seinen Beziehungen zu OpenAI in den Schlagzeilen landet, liegt die Stärke der Software-Firma in einem ganz anderen Bereich. Statcounter zufolge läuft auf zwei Drittel der im vergangenen Oktober erfassten Desktop-Endgeräte eine Version von Windows. Das macht das Betriebssystem auch heute noch zum Software-Aushängeschild der US-Firma. Aber das war nicht immer so.Anzeige

Als die ersten Händler am 20. November 1985 Windows 1.01 in ihre Regale stellen, ist die Reaktion der Presse und der Konsument:innen eher verhalten. Und das obwohl die Idee, dem textbasierten Betriebssystem MS-DOS eine schicke grafische Oberfläche zu verpassen, eine gute ist. Nicht nur, weil Apple ein Jahr früher mit dem Macintosh vorgelegt hat.

Zeitgenössischen Medienberichten nach ist eines der großen Probleme des ersten Windows, dass sich die Maussteuerung bei PC-Nutzer:innen noch nicht durchgesetzt hat. Microsoft veröffentlicht seine eigene Maus beispielsweise erst 1983 zum Preis von 195 US-Dollar. Heutzutage wären das fast 600 Dollar. Dass das Betriebssystem ziemlich langsam ist, trägt ebenfalls zur mauen Rezeption bei. Die New York Times vergleicht 1986 das Ausführen von Windows auf einem 512-Kilobyte-System beispielsweise mit dem „Ausgießen von Melasse in der Arktis“.Anzeige