Der Zürcher Verkehrsverbund will ein neues Nachtnetz an Werktagen – für Berufsleute mit SpätschichtenMit einem Versuchsbetrieb testet der ZVV in Zürich und Winterthur, ob Nachfrage besteht. Frühestens 2029 wird das Angebot eingeführt.09.07.2026, 12.09 Uhr1 LeseminutenAm Wochenende fahren in Z¨ürich mitten in der Nacht Busse. Das Netz soll ausgebaut werden.Christoph Ruckstuhl / NZZIn den Stunden nach Mitternacht werden die Züge, Trams und Busse im Kanton Zürcher zum exklusiven Revier der Partylöwen und Nachtschwärmer – aber das soll sich bald ändern. Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) will versuchsweise ein neues Nachtnetz für eine ganz andere Zielgruppe einführen. Eines an Werktagen statt am Wochenende, gedacht für Berufsleute mit Spätschichten.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Dies hat ZVV-Direktor Dominik Brühwiler am Donnerstag angekündigt, als er zusammen mit Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) die Strategie des Verkehrsverbunds für 2029 bis 2032 vorstellte. Der Versuchsbetrieb soll sich demnach auf einzelne Busse in Zürich und Winterthur beschränken sowie auf eine Verbindung zwischen den beiden Städten. Dort soll sich zeigen, ob ein solches Angebot genutzt wird. Eingeführt wird es frühestens in der Fahrplanperiode 2029/2030.Heute fahren in Zürich und Winterthur die ersten Trams und Busse werktags etwa um fünf Uhr morgens, die letzten am Abend nach 0 Uhr 30. Wer davor oder danach arbeiten muss, nimmt das Auto. Der ZVV verfolgt aber das Ziel, bis 2040 seinen Anteil am Gesamtverkehr auf 40 Prozent zu steigern. Bei der letzten Erhebung 2021 lag er mit 28 Prozent deutlich unter diesem Zielwert, dies allerdings unter dem Eindruck der Pandemie.Mehr folgt.Passend zum Artikel