Das Leben wird teurer – und zwar vermutlich in jeder Hinsicht. Wie stark die Preise steigen werden, kann kaum seriös vorhergesagt werden. Zahlreiche Entwicklungen sind nämlich nicht mehr nach traditionellen Wechselwirkungen wie jenem von Angebot und Nachfrage zu erklären. Vielmehr wird auf breiter Ebene spekuliert und manipuliert – und zwar nicht nur im Umfeld des amerikanischen Präsidenten Donald Trump.
Ende der sogenannten „Waffenruhe“
Weltweit wird Insider-Wissen genutzt, um die Kurse an den Börsen zu treiben. Daher fällt es selbst global bestens vernetzten Institutionen wie dem Internationalen Währungsfonds (IWF) schwer, seriöse Vorhersagen zu treffen. Jüngstes Beispiel ist der Global Outlook des IWF, der, kaum veröffentlicht, schon wieder obsolet war: Einen Tag nach Fertigstellung kündigte Trump die ohnehin von allen Seiten nur als Atempause genutzte „Waffenruhe“ mit dem Iran.
Der IWF hatte in seiner Prognose noch betont, dass das Memorandum of Understanding (MOU) den schlimmsten Fall verhindern könnte. Stunden später war das MOU das Papier nicht mehr wert, auf dem es geschrieben war. Trumps Unterschrift in Versailles entpuppte sich als reines Theater, wenngleich vor imposanter Kulisse.






