PfadnavigationHomeRegionalesHamburgBlock-Prozess in HamburgGericht schließt Öffentlichkeit bei Zeugenbefragung von Ex-Model ausStand: 11:29 UhrLesedauer: 2 MinutenDer mutmaßliche Tatbeteiligte Jonathan G. geht als Zeuge zum GerichtssaalQuelle: Marcus Brandt/dpaIm Prozess um die mutmaßliche Entführung der Block-Kinder hat das Landgericht Hamburg die Öffentlichkeit vorübergehend ausgeschlossen. Ein zentraler Zeuge soll zu persönlichen Erlebnissen aus seiner Vergangenheit befragt werden.Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat das Landgericht Hamburg die Öffentlichkeit für die Befragung eines Zeugen vorübergehend ausgeschlossen. Das geschehe zum Schutz des 35-Jährigen, weil ein Verteidiger Fragen zu sehr persönlichen Themen stellen wolle, lautete die Begründung.Der mutmaßliche Entführer Jonathan G., der früher als Model und Fitnesstrainer arbeitete, hatte bereits am vorherigen Prozesstag als Zeuge berichtet, dass es ihm aktuell psychisch nicht gutgehe. In einer schriftlichen Erklärung hatte er den Ermittlern zuvor auch Erlebnisse aus seiner Vergangenheit geschildert, zu denen er nun befragt werden soll.Lesen Sie auchDer Mann hatte für seine Zeugenaussage sicheres Geleit bekommen. Bereits drei Männer und eine Frau aus Israel hatten diese Zusage erhalten. Sie müssen zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls mit einer Anklage und einem Prozess rechnen.Mutmaßlicher Entführer glaubte an RettungsaktionJonathan G. hatte vor Gericht berichtet, ihm sei im Dezember 2023 erklärt worden, die Rückholung der Kinder sei rechtmäßig. Er und seine mutmaßlichen Komplizen hätten sich als Helden gefühlt, weil sie glaubten, Kinder aus den Händen eines angeblich bösen Vaters zu befreien. Er sei in das Team geholt worden, weil er Deutsch spreche, denn er habe lange in Hamburg gelebt. Er habe mit den Kindern kommunizieren sollen.Lesen Sie auchIn dem Prozess angeklagt ist die Hamburger Unternehmerin Christina Block. Sie soll eine israelische Sicherheitsfirma im Zuge eines langen Sorgerechtsstreits mit ihrem Ex-Mann damit beauftragt haben, ihre beiden jüngsten Kinder vom Wohnort des Vaters in Süddänemark zu entführen.Christina Block weist Vorwürfe zurückDie Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette „Block House“ bestreitet die Vorwürfe. Die Sicherheitsfirma habe auf eigene Faust gehandelt, hatte die 53-Jährige erklärt. Es gibt noch sechs weitere Angeklagte. Für alle Beschuldigten in dem Fall gilt die Unschuldsvermutung.Lesen Sie auchDer Junge und das Mädchen (damals 10 und 13) waren beim Beobachten des Silvesterfeuerwerks in dem dänischen Ort Gråsten (Gravenstein) in einen Wagen gezerrt und nach Deutschland gebracht worden.dfe, dpa
Block-Prozess in Hamburg: Gericht schließt Öffentlichkeit bei Zeugenbefragung von Ex-Model aus - WELT
Im Prozess um die mutmaßliche Entführung der Block-Kinder hat das Landgericht Hamburg die Öffentlichkeit vorübergehend ausgeschlossen. Ein zentraler Zeuge soll zu persönlichen Erlebnissen aus seiner Vergangenheit befragt werden.








