Gen-Untersuchung bei Schwangeren: Nicht auf Kosten der Menschen mit Behinderung

Die Debatte um ein Monitoring von Pränataltests ignoriert bisweilen die, die unter dem Begriff „vermeidbares Risiko“ laufen. Das ist Diskriminierung.

Ausschnitt eines Karyotyps, der eine Trisomie 21 zeigt

ASTIER/BSIP/imago

E s ist nervig, wenn man sich sicher ist, auf der Seite der Engel zu stehen, und dann feststellt, dass der Teufel die ganze Zeit mit am Tisch saß. In diesen Wochen debattiert der Bundestag darüber, ob es ein Monitoring über die Folgen der Kassenfinanzierung nichtinvasiver Pränataltests geben soll. Und es gibt immer noch Abgeordnete, die genau das verhindern wollen: dass Daten und Fakten überhaupt ans Licht kommen. In meinem Herkunftsland wird kritisch über „White Feminism“ diskutiert. Gemeint ist damit ein Feminismus, der Rassismus wie einen störenden Nebenfaktor behandelt.