Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa und SID.Hier geht es zum Spielplan, hier zum deutschen Kader, hier zu einer Übersicht über die Spielorte und Stadien, hier zu einem Überblick über alle WM-Teilnehmer und hier zur Schwerpunktseite zur WM mit allen Texten der SZ.Alle Nachrichten und SZ-Geschichten zur WM erhalten Sie auch zweimal täglich mit unseren Newslettern „SZ am Morgen“ und „SZ am Abend“. Hier können Sie sich dafür anmelden.Wichtige UpdatesKroatischer Nationaltrainer tritt zurückFranzosen wollen wegen argentinischem Schiedsrichterteam „nicht paranoid werden“Belgien will Fall Balogun „weiterhin verfolgen“ Das war die NachtÄgyptens Nationaltrainer kritisiert den Schiedsrichter: „Warum gibt es keine Fairness im Fußball?“ Collina weist Kritik zurück – das war die NachtAuch ohne Live-Spiel – die WM gönnt sich zum Ende von Woche vier tatsächlich ihren ersten Ruhetag – war in der Nacht manches los. Zunächst hat sich Fifa-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina zur Wehr gesetzt und die Kritik aus Ägypten wegen einer angeblichen Bevorteilung von Lionel Messi bei der WM zurückgewiesen. „Unbegründete Anschuldigungen haben in unserem Sport keinen Platz“, erklärte der Italiener laut Fifa-Mitteilung und fügte an: „Niemand kann behaupten, dass Schiedsrichterentscheidungen von irgendjemandem beeinflusst werden können, nicht einmal vom Fifa-Präsidenten.“Zur Erinnerung, Ägyptens Fußballverband hatte nach dem Achtelfinal-Aus gegen Argentinien (2:3) offiziell Beschwerde eingelegt und den WM-Ausschluss des französischen Schiedsrichters François Letexier gefordert. Nationaltrainer Hossam Hassan mutmaßte sogar, man wolle den Weltmeister und insbesondere Messi im Wettbewerb behalten. Collina erklärte dazu: „Reaktionen hervorrufen, die zu Drohungen gegen sie und ihre Familien führen. Das ist nicht richtig.“Einen Rückschlag müssen auch die Marokkaner vor ihrem Viertelfinale am Donnerstagabend gegen Frankreich verkraften: Ihr Stürmer Ismael Saibari – der nach der WM von Eindhoven zum FC Bayern übersiedelt – wird auch in diesem Spiel fehlen. Seine Muskelverletzung ist noch nicht auskuriert, sein Trainer Mohamed Ouahbi kündigte aber an, Saibari könne im Rest des Turniers noch zum Einsatz kommen. Das würde bedeuten, dass Marokko die favorisierten Franzosen am Abend zunächst einmal besiegt. Mit Live-Fußball geht es erst am Donnerstagabend um 22 Uhr MEZ weiter, wenn Frankreich im ersten Viertelfinale auf Marokko trifft. Verfolgen Sie die Partie wie gewohnt im SZ-Liveticker. Aus dem Stadion in Foxborough berichtet im Anschluss SZ-Reporter Boris Herrmann.Unzufrieden mit Hotel: Norweger ziehen vor Viertelfinale umNorwegens Fußball-Nationalteam hat vor dem WM-Viertelfinale gegen England sein Hotel gewechselt. „Es gab einige Dinge, die hätten besser laufen können, und wir haben sie behoben. Einfach um uns bestmöglich auf ein wichtiges Spiel vorzubereiten“, sagte Kapitän Martin Ödegaard norwegischen Medienberichten zufolge. Die Skandinavier treffen am Samstag in Miami auf England. Ursprünglich seien sie außerhalb von Miami in Fort Lauderdale untergebracht gewesen, hieß es.Das Nachrichtenportal VG berichtete, dass die ursprüngliche Unterkunft von einer großen Baustelle und einer stark befahrenen Straße umgeben sei. Es habe „insgesamt zu viele Kleinigkeiten“ gegeben, wurde Trainer Stale Solbakken zitiert. Unter anderem wollte das Team demnach gerne einen gemeinsamen Aufenthalts- und Besprechungsräume haben. „Es ist nicht so, dass man dort nicht wohnen könnte, aber wir sollten ein Team sein, zusammenhalten und eine Einheit bilden“, sagte Solbakken.Gerüchte über eine angebliche Krankheitswelle in der norwegischen Mannschaft moderierte Solbakken derweil ab. Alle Spieler stünden derzeit zur Verfügung. Im Betreuerstab gebe es vereinzelte Krankheitsfälle. Die Berichte diverser englischer Medien seien aber übertrieben gewesen, meinte er. Belgien-Torwart erinnert vor Spanien-Duell an WM 2018Belgiens Nationalelf geht mit Selbstbewusstsein ins Viertelfinale der Fußballweltmeisterschaft gegen den großen Favoriten Spanien. Zwei Tage vor dem Duell in Los Angeles erinnerte Torwart Thibaut Courtois an den unerwarteten Sieg vor acht Jahren gegen Brasilien, als ein 2:1 im WM-Viertelfinale den ersten Einzug ins Halbfinale nach 32 Jahren ermöglichte. „Die waren favorisiert und vielleicht hatten sie individuell mehr Qualität", sagte der Keeper von Real Madrid über Parallelen zum nächsten Spiel. „Aber ich habe das Gefühl, wir sind jetzt ein großartiges Team, und wir kämpfen."Courtois erinnerte an das knappe Weiterkommen gegen Senegal im Sechzehntelfinale vergangene Woche, als Belgien einen 0:2-Rückstand noch drehte. „Das hat unsere Fähigkeiten gezeigt, bis zum Ende an uns zu glauben, und das ist eine Stärke bei einer Weltmeisterschaft. Das Wichtigste ist, Spiele zu gewinnen. Es ist schön, wenn man auch gut spielt, aber das Wichtigste ist zu gewinnen und das haben wir getan", sagte er. Spanien hat als einziges Team bei der WM noch gar kein Gegentor kassiert. WM-Jüngster Gilberto Mora feiert Schulabschluss in MexikoVom Fußballfeld des Aztekenstadions zur Abschlussfeier in der Schule: Wenige Tage nach Mexikos WM-Niederlage im Achtelfinale hat der 17 Jahre alte mexikanische Nationalspieler Gilberto Mora sein Abschlusszeugnis der Oberstufe an einer deutsch-mexikanischen Schule erhalten, wie mexikanische Medien berichten.Der jüngste Spieler der WM in Mexiko, den USA und Kanada wurde bei der Zeremonie an der Deutschen Schule Cuauhtémoc Hank in der nordwestlichen Stadt Tijuana an der Grenze zu den USA von seinen Mitschülern mit großem Beifall gefeiert, wie ein Video zeigt. Fall Balogun: Trumps WM-Beauftragter legt gegen Schiri nachNach dem Skandal um die aufgehobene rote Karte bei der Weltmeisterschaft hat der Fifa-Beauftragte des Weißen Hauses, Andrew Giuliani, Zweifel an der Seriosität des Schiedsrichters gesät. Er finde es „höchst verdächtig“, dass gegen den Schiedsrichter Raphael Claus im Jahr 2024 bereits wegen falscher roter Karten und Spielmanipulation ermittelt worden sei, zitierte der Guardian den WM-Beauftragten.Claus hatte den US-Stürmer Folarin Balogun beim 2:0-Erfolg im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit Rot vom Platz gestellt, damit wäre er für das Achtelfinale gegen Belgien gesperrt gewesen. Die FIFA hob die Sperre aber überraschend auf. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor nach eigenen Angaben mit einem Anruf bei der FIFA um eine Überprüfung der Sperre gebeten, was für große Kritik gesorgt hatte. Das Spiel gegen Belgien verlor die USA mit Balogun schließlich mit 1:4.Und noch ein Star für die Giga-HalbzeitshowDie Halbzeitshow im WM-Finale wird immer größer: Auch Justin Bieber soll am 19. Juli im Met-Life-Stadium in East Rutherford nahe New York auftreten. Damit ist er in Gesellschaft von Shakira, Madonna und der südkoreanischen Band BTS. Die Show "kuratiert" Coldplay-Sänger Chris Martin. Mit dabei sind auch der nigerianische Musiker Burna Boy sowie der venezolanische Dirigent Gustavo Dudamel, teilte die Organisation Global Citizen mit. Sogar ein New Yorker Grundschulchor darf auftreten - die Kinder werden wohl ihr Leben lang davon berichten. Global Citizen produziert die Show mit der Fifa. Der Fußball soll bei der diesjährigen WM dem Football in nichts nachstehen. Das Programm zur Halbzeit erinnert an die Mega-Shows beim Super Bowl, dem Endspiel der amerikanischen Football-Liga NFL. Eines der Ziele: Höhere Einschaltquoten. Ob die Stars bei der WM die 15 Minuten einhalten, die Halbzeitpausen normalerweise lang sind? Die Zuschauer sind Verzögerungen dank Werbe-, äh nein, Trinkpausen immerhin schon gewöhnt...Olises gelbe Karten bleibt bestehenDie gelbe Karte gegen Frankreichs Offensiv-Ass Michael Olise aus dem WM-Achtelfinale gegen Paraguay (1:0) bleibt bestehen. Man habe am Morgen eine entsprechende Mitteilung der Fifa erhalten, sagte Trainer Didier Deschamps vor dem Viertelfinale der Fußball-WM gegen Marokko am Donnerstag (22 Uhr/ARD und Magenta-TV) in Foxborough. Sollte Olise auch in diesem Spiel Gelb sehen, wäre er in einem möglichen Halbfinale gesperrt.Olise hatte in der Nachspielzeit der hitzigen Partie gegen Paraguay eine unberechtigte gelbe Karte gesehen. Der usbekische Schiedsrichter Ilgiz Tantashev war für seine gesamte Leistung am vergangenen Samstag in Philadelphia von mehreren Seiten scharf kritisiert worden. Mehrere Medien hatten berichtet, dass die Franzosen beim Weltverband Fifa eine Annullierung der Karte gegen Olise beantragt habe.Womöglich hatte dem französischen Verband der höchst umstrittene Fall des US-Stürmers Folarin Balogun Hoffnung gemacht. Die Sperre des Angreifers, der im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) die rote Karte gesehen hatte, war vom Weltverband zur Bewährung ausgesetzt worden. Der Entscheidung war ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und Fifa-Boss Gianni Infantino vorausgegangen.Anzeige gegen InfantinoNicholas McGeehan, der Direktor der Non-Profit-Organisation Fair Square, will eine Anzeige wegen politischer Einmischung gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino beim Ethikkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) einreichen. Das kündigte er im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung an. Infantino ist Mitglied im IOC, und dessen Präsidentin Kirsty Coventry hatte am Dienstag in einer Presserunde zum Thema WM-Skandal gesagt, dass die IOC-Ethiker im Falle einer Anzeige tätig würden.Hintergrund ist der Fall Folarin Balogun. Nach einem Anruf des US-Präsidenten Donald Trump hatte die Fifa die Rot-Sperre des US-Stürmers aufgehoben. Infantino sagte in einem Statement, die Fifa-Disziplinarkommission hätte diese Entscheidung unabhängig getroffen. Bis heute gibt es von der Fifa keine Begründung für die Aufhebung der Sperre.Kroatischer Nationaltrainer tritt zurückZlatko Dalic tritt nach neun Jahren als Trainer der kroatischen Fußball-Nationalmannschaft zurück. Das gab der kroatische Fußballverband wenige Tage nach dem Ausscheiden im Sechzehntelfinale der WM in den USA, Mexiko und Kanada in einer Mitteilung bekannt: „Trainer, vielen Dank für alles – die Siege, die Erfolge, die Qualifikationen, die Medaillen, den Zusammenhalt, den Respekt und Ihr unerschütterliches Engagement, für Kroatien zu kämpfen, sowohl auf als auch abseits des Spielfelds“.Dalic hatte den kroatischen Fußball in seiner Amtszeit zur erfolgreichsten Ära seiner Geschichte geführt. 2018 erreichten die Kroaten das WM-Finale in Russland (2:4 gegen Frankreich). Vier Jahre später in Katar wurde Kroatien WM-Dritter, im Spiel um Platz drei besiegte das Team von Dalic Marokko mit 2:1. 2023 verloren Dalic und Kroatien das Finale der Nations League im Elfmeterschießen gegen Spanien. Bei der aktuellen WM war Kroatien im Sechzehntelfinale gegen Portugal ausgeschieden.Als möglicher Nachfolger wird der Ex-Bundesliga-Stürmer Ivica Olic gehandelt.Franzosen wollen wegen argentinischem Schiedsrichterteam „nicht paranoid werden“So sehr die Schiedsrichter-Leistungen bei dieser WM gerade auch in den Mittelpunkt rücken, die Franzosen wollen sich davon nicht beeinflussen lassen: Ein argentinischer Schiedsrichter pfeift ihr WM-Viertelfinale gegen Marokko am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD). Aber Dayot Upamecano, französischer Verteidiger des FC Bayern, sagte dazu einem Bericht der Sportzeitung L'Equipe nur: „Ich konzentriere mich nicht darauf, wer der Schiedsrichter ist. Das haben wir noch nie gemacht. Wir konzentrieren uns auf Marokko und wollen das Spiel gewinnen.“Der Weltverband Fifa hat für das erste Viertelfinal-Spiel dieser WM den argentinischen Referee Facundo Tello sowie drei argentinische Assistenten angesetzt, was in den französischen Medien mit Verwunderung aufgenommen wurde. Zwischen Frankreich und Argentinien herrscht eine große Rivalität. 2022 gewann Argentinien das WM-Finale gegen die Équipe Tricolore im Elfmeterschießen, vier Jahre zuvor hatte Frankreich die Südamerikaner auf dem Weg zum Titel in einem denkwürdigen Achtelfinale (4:3) ausgeschaltet.„Wir dürfen nicht paranoid werden“, ergänzte Ersatztorwart Robin Risser: „Wenn diese Schiedsrichter dabei sind, dann weil sie dem Niveau des Wettbewerbs gewachsen sind.“ Frankreich kann erst im Finale oder im Spiel um Platz drei auf Argentinien treffen.Umgekehrt hatte der Franzose Francois Letexier das WM-Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten (3:2) geleitet. Beschweren konnten sich die Argentinier hinterher nicht, vielmehr waren die Ägypter wegen einiger Entscheidungen aufgebracht.Belgien will Fall Balogun „weiterhin verfolgen“ Der belgische Fußballverband (RBFA) wird den Fall Balogun auch nach Belgiens Weiterkommen im Achtelfinale gegen die USA weiter beobachten. Grund dafür seien Bedenken hinsichtlich „Rechtssicherheit, Transparenz, Gleichbehandlung und Fair Play“, erklärte der Verband am Dienstag in einer Pressemitteilung. Man sei „stolz auf die Reaktion der Roten Teufel auf dem Platz“, hieß es in der Erklärung am Tag nach dem 4:1-Erfolg, werde den Fall „aber weiterhin außerhalb des Spielfelds verfolgen“.Der belgische Verband ist „überzeugt, dass der internationale Fußball ein Disziplinar- und Verwaltungssystem benötigt, das die Prinzipien der Rechtssicherheit, Transparenz, Gleichbehandlung und des Fair Play uneingeschränkt wahrt“, schrieb der RBFA. Man wolle „jegliche Form von Willkür vermeiden“ und fühle sich in diesem Vorgehen „von Millionen Fans weltweit sowie von vielen anderen Verbänden unterstützt“. Der US-Stürmer Folarin Balogun war im Sechzehntelfinale des Feldes verwiesen worden, der Weltverband Fifa setzte die Sperre aber nachträglich aus. Damit stand Balogun am Dienstag in Seattle zur Verfügung. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor bestätigt, dass er Fifa-Präsident Gianni Infantino, zu dem er ein enges Verhältnis pflegt, angerufen und eine Überprüfung der Sperre gefordert habe. Das war die NachtFast hätte dieser Blogeintrag „Das war der Spätabend“ heißen müssen, denn das Achtelfinale Schweiz gegen Kolumbien wurde in Deutschland noch zu einer halbwegs humanen Zeit angepfiffen. Um 22 Uhr rollte der Ball los, da hätte vor Mitternacht Schluss sein können, doch die beiden Mannschaften waren in Spendierlaune und gaben den Zuschauern eine Verlängerung und ein Elfmeterschießen obendrauf. Wobei sie mit den Toren leider sparsam waren: 0:0 stand es nach 120 Minuten. Im Elfmeterschießen setzten sich dann die Schweizer 4:3 durch, sie stehen zum ersten Mal seit 1954 in einem WM-Viertelfinale. Dort treffen sie auf Argentinien.Deutlich furioser ging es beim Spiel zwischen Argentinien und Ägypten zu. Die Mannschaft um Lionel Messi verwandelte einen 0:2-Rückstand noch in ein 3:2. Den Siegtreffer erzielte Enzo Fernández in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Doch auch hier gab es gewissermaßen eine Verlängerung. Ägyptens Trainer Hossam Hassan war mit der Leistung des französischen Schiedsrichters Francois Letexier so gar nicht zufrieden und machte ihm schwere Vorwürfe. „Wir hatten den Sieg verdient, aber wir haben keinen Respekt und kein Fair Play erfahren“, ereiferte sich Hassan, „das Leben ist unfair, die Welt ist unfair, aber warum gibt es keine Fairness im Fußball, im Sport? Wir sind ungerecht behandelt worden.“Ägyptens Nationaltrainer kritisiert den Schiedsrichter: „Warum gibt es keine Fairness im Fußball?“ Nach dem unglücklichen Aus im WM-Achtelfinale hat Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan schwere Vorwürfe gegen Schiedsrichter Francois Letexier aus Frankreich erhoben. „Wir waren besser als der Weltmeister, aber das Ergebnis ist durch interne und externe Faktoren beeinflusst worden“, sagte der 59-Jährige nach dem 2:3 (1:0) gegen Titelverteidiger Argentinien.„Die Argentinier haben Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt“, behauptete Hassan. Vor allem die spielentscheidende Szene brachte ihn in Rage: „Ein Elfmeter für uns ist nicht einmal vom VAR gecheckt worden.“ Nach Ansicht der Ägypter habe es vor dem argentinischen Siegtor durch Enzo Fernández (90.+2) ein Foul an Hamdy Fathy im argentinischen Strafraum gegeben. Außerdem sei seinem Team ein Tor von Mostafa Ziko (58.) „aus welchen Gründen auch immer“ aberkannt worden. Tatsächlich ging es um ein Foul in der Entstehung des Angriffs.„Wir hatten den Sieg verdient, aber wir haben keinen Respekt und kein Fair Play erfahren“, ereiferte sich Hassan, „das Leben ist unfair, die Welt ist unfair, aber warum gibt es keine Fairness im Fußball, im Sport? Wir sind ungerecht behandelt worden.“Einmal in Fahrt, beklagte sich der Coach auch über die Anstoßzeit am Mittag. „Wer ein Spiel für 12 Uhr ansetzt, hat nie selbst Fußball gespielt“, sagte er, „sollen die Spieler um 7.30 Uhr Mittag essen?“ Sein Fazit nach dem WM-Aus: „Viele Dinge sind fragwürdig – auf dem Feld und außerhalb. Das schadet der Glaubwürdigkeit.“Fall Mbappé: Ermittlungen gegen paraguayische Politikerin Im Fall der rassistischen Beleidigungen gegen Kylian Mbappé wird nun in Frankreich gegen die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia ermittelt. Frankreichs Fußballverband hatte eine Anzeige gegen die Politikerin eingereicht. Ihre Bemerkungen seien „verabscheuungswürdig und inakzeptabel“, hieß in einer Stellungnahme des Verbands. Die Pariser Staatsanwaltschaft leitete daraufhin Ermittlungen wegen öffentlicher Beleidigung auf rassistischer Grundlage sowie wegen öffentlicher Aufstachelung zu Hass oder Gewalt ein, wie die Behörde in Paris mitteilte. Amarilla de Boccia, die Mbappé wüst beschimpft hatte, veröffentlichte einen Brief und erklärte sich. Ihr Problem sei zwischen ihr und dem Spieler und beziehe sich nicht auf das Land Frankreich, war die Kernbotschaft. Sie bedauere Teile ihrer Aussagen. „Schon nach kurzer Zeit bereute ich es, dich mit denselben Beleidigungen beschimpft zu haben, die ich selbst zu hören bekomme“, schrieb Amarilla de Boccia. Auch sie werde als Latina und wegen ihrer Hautfarbe angegangen.Sie forderte dann selbst eine Entschuldigung von Mbappé – und setzte zu neuen herben Aussagen an. Sie warf ihm geschlechtsspezifische Gewalt in seinen Äußerungen über sie vor und drohte ebenfalls mit rechtlichen Schritten, sollte er diese nicht zurücknehmen.Amarilla de Boccia hatte Mbappé nach dem hitzigen WM-Achtelfinale zwischen Paraguay und Frankreich (0:1) in den sozialen Medien als „Trottel“ bezeichnet, der nicht mal schreiben gelernt habe. „Statt Muttermilch hat er Kokosnüsse ausgesaugt, und das Gebildetste, was er je gehört hat, waren Schimpansen. Hättest du ihm doch den Mittelfinger gezeigt, Orlando Gill. Ich mache das im Senat auch, und da passiert überhaupt nichts!!!“Rudi Völler bleibt DFB-SportdirektorRudi Völler geht nicht vorzeitig in Rente. Der 66-Jährige macht beim Deutschen Fußball-Bund als Sportdirektor weiter. Er will auch nach dem WM-Flop in Amerika und der inzwischen auch aus seiner Sicht „richtigen“ Trennung von Julian Nagelsmann seinen bis zur EM 2028 laufenden Vertrag erfüllen. In einem Team mit dem designierten Bundestrainer Jürgen Klopp will der ehemalige Teamchef aktiv zum Wiederaufbau der Nationalelf beitragen.Diese Entscheidung verkündete Völler nach einem Telefonat mit Klopp sowie Gesprächen mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Vize Hans-Joachim Watzke in einer Medienrunde, an der auch die Süddeutsche Zeitung teilnahm. „Das Gesamtpaket hat den Ausschlag gegeben, dass ich weitermache“, sagte Völler am DFB-Campus. Völler berichtete auch von einem Anruf von Oliver Mintzlaff, dem Geschäftsführer bei Red Bull. „Das hat mich sehr gefreut.“ Auch dieser habe ihn zum Weitermachen ermuntert, eine Zusammenarbeit mit Klopp werde „super“, sagte Mintzlaff schon mal voraus. Mit Klopp habe es am vergangenen Samstag „ein längeres Gespräch“ gegeben, sagte Völler. Das Signal an den Sportdirektor aus New York war klar. „Es hat sich schnell herauskristallisiert, dass es am Ende auch funktionieren kann und wird“, sagte Völler.Mehr ladenTickarooLive Blog Software