Den Koalitionspartnern sei „wichtig, dass wir die private Altersvorsorge zum Laufen kriegen“, sagte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) vergangenen Dezember. Klingbeil meinte ein Nachfolgemodell für die Riester-Rente, die staatlich geförderte Zusatzvorsorge sollte flächendeckend die Renten der Beschäftigten aufbessern. Doch das Modell gilt als gescheitert. Ein neues Modell, das staatlich geförderte „Altersvorsorgedepot“, soll an seine Stelle treten, das Gesetz ist bereits beschlossen. Klingbeil nannte auch ein Datum, ab wann die Sache laufen soll: den 1. Januar kommenden Jahres. Nun aber zeigt sich: Das staatlich organisierte Standardangebot, ein Kernstück des Plans, dürfte Anfang 2027 nicht bereitstehen. Dem Altersvorsorgedepot droht damit ein Fehlstart.