Rüstungsverträge über mehr als 43 Milliarden Euro, Rekordbudgets und neue Milliardenzusagen für die Ukraine. Selten haben die Europäer bei einem Nato-Gipfel so viel Geld auf den Tisch gelegt wie diese Woche in Ankara. Es ist eine Botschaft an einen einzigen Mann: US-Präsident Donald Trump soll sehen, dass Europa liefert. Nato-Generalsekretär Mark Rutte bemühte sich vorab am Morgen um Beruhigung. Es gebe ein „uneingeschränktes Bekenntnis“ der USA zur Nato, sagte er nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur.
Dabei verlief schon der Auftakt alles andere als harmonisch. Trump sagte nach seiner Ankunft, er sei von der Nato „sehr enttäuscht“ gewesen. Großbritannien, Italien, Deutschland und Frankreich hätten die USA im Iran-Krieg im Stich gelassen. Auch seine Forderung, Grönland müsse künftig von den USA und nicht von Bündnispartner Dänemark kontrolliert werden, erneuerte der US-Präsident. Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen konterte am Mittwoch, Grönland stehe „natürlich nicht zum Verkauf“. In der Nacht zu Mittwoch hatten die USA nach iranischen Tankerangriffen in der Straße von Hormus erneut Ziele im Iran angegriffen. Daraufhin nannte Rutte die Reaktion absolut notwendig.
Verteidigungsausgaben in Rekordhöhe













