Wie es sich leben lässt, wenn die Hitze kommt, kann man in den Einwanderervierteln unserer Städte lernen. Deren Bewohner kennen sich aus.
Unter den richtigen Gewändern entstehen Luftströme, die den Körper angenehm kühlen
Sebastian Wells/Ostkreuz
D ank des menschengemachten Klimawandels gibt es eine neue Binsenweisheit für den Sommer: Nach dem Heat Dome ist vor der Backofenhitze. Zum Ende einer heißen Phase ist ja das Tückische in Großstädten wie Berlin, dass die Wärme ewig nachglüht. Und wenn die Temperatur zwischenzeitlich fällt, hilft das Lüften auch nur so lang, wie es bei offenen Fenstern durchziehen kann. Danach hängt man wieder als Berliner Broiler-Imitat zwischen den aufgeheizten heimischen Wänden wie das Hähnchen am Neuköllner Drehspieß.
Und während ich an diesem Text sitze, sprechen auch schon die ersten Wetterexperten von der nächsten Hitzewelle, die sich südwestlich von uns vor den Toren Europas aufbaut. Mit den Temperaturen, die Jahr für Jahr neue Höchstwerte erreichen, stellt sich nicht nur die Frage, wie wir den Asphaltdschungel in den Städten herunterkühlen, sondern auch, wie wir mit der Hitze leben können.








