PfadnavigationHomeSportFußballWMLionel Scaloni„Ich kann nicht mehr. Das ist zu viel, ich muss aufhören“, weint Argentiniens TrainerStand: 21:44 UhrLesedauer: 2 MinutenArgentinien dreht einen 0:2-Rückstand gegen Ägypten dank einer überragenden Leistung von Lionel Messi. Die Highlights der Partie im Video.Argentinien liefert sich im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Ägypten ein Fünf-Tore-Spektakel. Trainer Lionel Scaloni, der beim Nationalmannschaftsdebüt von Lionel Messi noch selbst auf dem Platz stand, gibt sich hinterher völlig platt.Der Baumeister der Erfolge hat schon eine Menge erlebt. Als Trainer führte Lionel Scaloni im Alter von 44 Jahren Argentinien in Katar 2022 zum WM-Titel und trotzte dabei einigen Malaisen wie der sensationellen 1:2-Pleite zum Auftakt gegen den krassen Außenseiter Saudi-Arabien.So etwas sollte abhärten für das Trainerleben, sollte man meinen. Vier Jahre später aber musste der Coach im Interview nach dem Spiel irgendwann passen. Die Tränen übermannten ihn.Seine Argentinier hatten am Dienstag in Atlanta schon wie die sicheren Verlierer ausgesehen, lagen nach 67 Minuten im WM-Achtelfinale bereits 0:2 gegen Ägypten zurück, um dann eine furiose Aufholjagd zu starten. Lionel Messi (84. Minute), der in der ersten Hälfte noch einen Elfmeter verschossen hatte, und Cristian Romero (79.) glichen mit ihren Toren den Vorsprung der Afrikaner durch Yasser Ibrahim (15.) und Mostafa Ziko (67.) zunächst aus, ehe Enzo Fernández in der Nachspielzeit mit dem Siegtor für unbändige Euphorie bei der Albiceleste sorgte – und einen völlig platten Trainer hinterließ.„Ich kann nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Das ist zu viel, ich muss aufhören“, sagte Scaloni in Tränen aufgelöst nach dem Spiel. „Was für eine Gruppe von Spielern.“ Womit er zweifellos recht hatte: Die Comeback-Fähigkeiten seiner Mannschaft waren erneut beeindruckend gewesen.Smarter Anführer an der BankFür den Coach, der beim ersten Länderspiel von Messi 2005 noch gemeinsam mit dem Superstar als Rechtsverteidiger auf dem Platz gestanden hatte, könnte das Spektakel noch einen gehörigen Schub auf dem Weg zur erhofften Titelverteidigung bedeuten. Der Spruch, dass man niemals Deutschland unterschätzen sollte, weil die Nation einen unglaublichen Kämpferwillen hat und nie aufsteckt, lässt sich inzwischen 1:1 auf die Argentinier übertragen – und auf ihren smarten Anführer an der Bank.Seit 2018 ist Scaloni im Amt und hat in dieser Zeit eine mehr als enge Bindung zu den Spielern aufgebaut – weil er flache Hierarchien bevorzugt. Unter ihm gelang der fußballverrückten Nation mit dem Gewinn der Copa America 2021 der erste Titelgewinn seit 28 Jahren. Ein Jahr später folgte der Triumph bei der Weltmeisterschaft in Katar. Und nun 2026? Nach dem Spektakel von Atlanta jedenfalls scheint alles möglich zu sein.Lesen Sie auchEntsprechend euphorisch waren auch die Medien in der Heimat. „Das Herz eines Champions. Argentinien stand kurz vor der Niederlage, doch Messi rettete die Mannschaft und drehte ein unglaubliches Spiel: Auf ins Viertelfinale“, fasste „La Nación“ zusammen. Und „Clarín“ befand: „Heroische Aufholjagd der Scaloneta. Die argentinische Nationalmannschaft mit Lionel Messi schreibt weiterhin Geschichte.“ jb
Lionel Scaloni: „Ich kann nicht mehr. Das ist zu viel, ich muss aufhören“, weint Argentiniens Trainer - WELT
Argentinien liefert sich im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Ägypten ein Fünf-Tore-Spektakel. Trainer Lionel Scaloni, der beim Nationalmannschaftsdebüt von Lionel Messi noch selbst auf dem Platz stand, gibt sich hinterher völlig platt.












