Am Beispiel der Wärmepumpenförderung zeigt sich die Halbwertszeit politischer Aussagen. Im Februar hatte Unionsfraktionschef Jens Spahn Hauseigentümer noch beruhigt, die Förderung bleibe, „wie sie ist“. Jetzt, angesichts der Haushaltsnöte der schwarz-roten Koalition, zeichnet sich doch eine deutliche Kürzung ab. Rund zwei Milliarden Euro sollen binnen vier Jahren eingespart werden.Das Vertrauen der Bürger in die Politik stärkt dieser Schritt sicherlich nicht. Richtig ist er dennoch. Zwölf Milliarden Euro an Zuschüssen im Jahr für effizientere Gebäude sind schlicht zu viel.Wer in seinem Haus eine alte Öl- oder Gasheizung betreibt, hat schon wegen der steigenden Kosten ein Interesse daran, sie über kurz oder lang durch eine moderne Heizung zu ersetzen.Es ist daher sinnvoll, die Förderung stärker auf Haushalte mit niedrigen Einkommen zu fokussieren, statt sie mit der Gießkanne an alle zu verteilen. Noch sinnvoller wäre es gleichwohl, würde der Strompreis auf das Niveau anderer europäischer Länder sinken. Er ist und bleibt das Haupthindernis für den Umstieg auf Wärmepumpen.