Struff hatte gegen die Nummer eins zunächst Vorteile und war anfangs mit seinem aggressiven Stil der bessere Spieler. Von dem knapp verlorenen ersten Satz und einem Rückstand im zweiten Durchgang ließ sich der älteste Viertelfinal-Debütant eines Grand-Slam-Turniers nicht beeindrucken. Die Chance, den zweiten Satz sogar für sich zu entscheiden, konnte Struff aber nicht nutzen, Sinner wehrte den Satzball ab. Am Ende konnte der Sauerländer seinen Kontrahenten nicht mehr in Bedrängnis bringen. Nach 2:35 Stunden war das Match vorbei.

Sprung unter die 50 besten Spieler der WeltSinner bleibt damit weiter im Titelrennen. Im Halbfinale von Wimbledon bekommt es der 24-Jährige jetzt mit dem serbischen Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic oder dem Kanadier Félix Auger-Aliassime zu tun.Für Struff ist die Wimbledon-Teilnahme auch ohne den nächsten Schritt ein riesiger Erfolg. Dank seines starken Aufschlags (112 Asse im gesamten Turnier) zog der Außenseiter nicht nur erstmals in das Achtelfinale des Rasenturniers ein, sondern übertraf dies noch mit seinem ersten Viertelfinale bei einem der vier wichtigsten Tennisturniere. Dem Lauf an der Church Road war eine Saison vorausgegangen, in der er keine zwei Matches nacheinander gewonnen hatte.