Berlin fährt so elektrisch wie nie. Im ersten Halbjahr 2025 hatten laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg bereits 63,2 Prozent aller neu zugelassenen Pkw in der Hauptstadt einen alternativen Antrieb – klassische Verbrenner sind mit gut einem Drittel inzwischen die Minderheit.Auch bei den reinen E-Autos gehörte Berlin 2025 mit einem Anteil von rund 37 Prozent an den Neuzulassungen zu den führenden Bundesländern.Doch der Boom hat eine Schattenseite, die viele Käufer nicht auf dem Zettel haben. Denn was heute neu zugelassen wird, landet morgen auf dem Gebrauchtmarkt – und genau dort lauern zunehmend Betrüger. Eine aktuelle Auswertung des Kfz-Datenunternehmens carVertical zeigt: Manipulierte Kilometerstände sind längst kein reines Diesel-Problem mehr. Auch Elektro- und Hybridautos geraten ins Visier.
Was die Studie herausfand
Für die Analyse wertete carVertical Fahrzeugberichte aus, die Firmenkunden zwischen Januar 2024 und März 2026 in Deutschland gekauft hatten. Das Ergebnis lässt sich nach Antriebsart aufschlüsseln.Am häufigsten manipuliert wird weiterhin der Diesel. Rund zwei Prozent der geprüften Selbstzünder wiesen einen gefälschten Kilometerstand auf, im Schnitt wurde der Tacho um etwa 84.000 Kilometer zurückgedreht.Bei Benzinern liegt die Quote mit 1,7 Prozent etwas niedriger, im Schnitt fehlten rund 50.000 Kilometer. Hybride fallen mit 1,1 Prozent seltener auf – wenn aber manipuliert wird, dann kräftig: Der Tacho wurde durchschnittlich um 65.000 Kilometer zurückgedreht.Reine Elektroautos sind am seltensten betroffen, bei etwa einem Prozent. Doch sicher sind sie damit nicht. Im Schnitt fehlten hier rund 43.000 Kilometer.









