Er darf sich künftig kleiner Wiesnwirt nennen: Klaus Bartl, der in Thalkirchen den Campingplatz betreibt und in Haar das Hotel und den Gasthof „Almwirt“ führt. Er rückt mit seiner Hühnerbraterei „Bartl’s Flößerstadl“ Alexander Egger nach, der am Freitagabend der Stadt mitgeteilt hatte, auf seine „Münchner Stubn“ in diesem Jahr zu verzichten. Egger will eine europaweite Ausschreibung der großen Festzelte auf juristischem Wege durchsetzen.Vor der Vergabekammer hat er bereits verloren, nun steht am 11. September eine mündliche Verhandlung vor dem Bayerischen Obersten Landesgericht bevor. Von seinem Rückzug von der Wiesn profitiert nun Klaus Bartl, der sich seit Jahren für das Oktoberfest beworben hatte, aber stets, zunächst auch in diesem Jahr, Absagen erhalten hatte.Der Interfraktionelle Arbeitskreis Oktoberfest hat nach Informationen der SZ dem Vorschlag des Referats für Arbeit und Wirtschaft, statt Egger jetzt Bartl zuzulassen, ohne weitere Diskussion zugestimmt. Der Campingplatz-Betreiber muss sich nun sputen: Spätestens Anfang August muss mit dem Aufbau der kleinen Wiesnzelte begonnen werden. Das Oktoberfest beginnt am 19. September und dauert in diesem Jahr bis 4. Oktober.