Beim Technologiekonzern Diehl sprudeln dank seiner Rüstungssparte mit dem international gefragten Flugabwehrsystem Iris-T die Gewinne. Der Nettogewinn sei von 343,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 492,3 Millionen Euro im Jahr 2025 gestiegen, teilte Diehl am Dienstag mit. Der Umsatz kletterte im gleichen Zeitraum um 15 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro, davon 2,3 Milliarden mit Rüstungsgeschäften. Im laufenden Jahr wird ein Umsatz von sechs Milliarden Euro erwartet.Diehl stattet derzeit die Armeen von 21 Nationen mit dem Flugabwehrsystem Iris-T SLM aus, darunter Deutschland und die Ukraine. Allein in dem von Russland angegriffenen Land seien zehn Feuereinheiten des Systems im Einsatz, sagte Diehl-Rüstungsvorstand Helmut Rauch. Die Belieferung der ukrainischen Armee werde fortgesetzt. Die Produktionskapazität sei seit dem Jahr 2022 um den Faktor 20 gesteigert worden. Rauch nannte aber keine absoluten Stückzahlen.
„Die Golfstaaten sind natürlich auch interessiert an Luftverteidigung. Da führen wir die ersten Gespräche“, unterstrich Rauch das große Interesse an dem Iris-System infolge des Iran-Krieges. Saudi-Arabien sei bereits Kunde. Der Bedarf der Ukraine sowie der Golfstaaten nach den iranischen Angriffen hatte zu einem weltweiten Mangel an Flugabwehrsystemen geführt.Neues System mit mehr Reichweite in ArbeitAls Ergänzung zu dem bestehenden System Iris-T SLM entwickelt Diehl die Variante Iris-T SLX mit höherer Reichweite. Dieses könne die knappen Patriot-Lenkflugkörper des US-Konzerns Raytheon zumindest für einzelne Zwecke ersetzen. „Somit ist es ein guter Ersatz zusätzlich zu Patriot, sodass eben nicht so viele Patriot-Flugkörper notwendig sind wie in der Vergangenheit.“ Bis 2031 soll auch ein Überschall-Abwehrsystem produktreif sein.







