Das Münchner Start-up Isar Aerospace versucht seit Januar, den zweiten Testflug seiner Transportrakete Spectrum von Andøya/Norwegen aus zu absolvieren. Trotz mehrerer Anläufe hat dies bisher wegen diverser technischer Probleme nicht geklappt, einmal verhinderte ein norwegisches Fischerboot in der Sperrzone den Start. Wann sich das nächste Startfenster für den so genannten Microlauncher öffnet, ist noch nicht bekannt.Während es Isar Aerospace also noch nicht schafft, seine Rakete ins All zu bekommen, kann das Unternehmen zumindest bei einem anderen Vorhaben auf der Erde Vollzug melden: So hat Isar-Chef Daniel Metzler am Dienstag am Rande des Nato-Gipfels in Ankara ein Abkommen mit Maritime Launch Services (MLS) abgeschlossen. MLS entwickelt den kanadischen Startplatz Nova Scotia an der Ostküste für kommerzielle, zivile und militärische Missionen. Dort will auch Isar Aerospace einen Startkomplex bauen.Die Vereinbarung ist auch Teil des gerade beschlossenen U-Boot-Auftrags Kanadas für den deutschen TKMS-Konzern. Dabei hat Isar die Aufgabe, Kanada eine eigenständige Startkapazität für den Orbit zu verschaffen. Erste Starts von Isar Aerospace in Nova Scotia sind für 2028 geplant, ab 2029 wären jährlich bis zu 40 Starts möglich, meldet das Unternehmen recht optimistisch. Zurzeit geht es aber erst einmal darum, den ersten Start ins All hinzubekommen.
Raumfahrt: Isar Aerospace baut Startplatz in Kanada
Sobald es dem Raketenhersteller gelingt, ins All zu fliegen, braucht er mehrere Startplätze. Das Unternehmen hat nun eine Vereinbarung für einen Startkomplex an der Ostküste Kanadas unterschrieben.











