PfadnavigationHomeSportFußballWMNationalmannschaftDer Klopp-Deal läuft anders, als alle denkenVon Henning FeindtStand: 09:10 UhrLesedauer: 2 MinutenJürgen Klopp steht offenbar kurz davor, Bundestrainer zu werden. Noch gibt es Hürden bei Red Bull und beim DFB, doch Experten wie Thomas Helmer sind überzeugt: „Wenn Jürgen das will, wird es passieren.“Die Verhandlungen mit Jürgen Klopp gehen in dieser Woche in die heiße Phase. Als Erstes wird die DFB-Spitze bei ihm in den USA vorstellig. Statt einer Ablöse für seinen Arbeitgeber Red Bull liegt nun jedoch ein anderes Modell auf dem Tisch.Während alle noch auf die finale Nachricht warten, dass Jürgen Klopp neuer Bundestrainer wird, kann man schon mal schauen, wo seine Heimpremiere stattfinden würde. Am 24. September startet er in Amsterdam gegen die Niederlande in die Nations League.Am 27. September folgt dann das Spiel gegen Griechenland – in Augsburg. Das könnte der DFB jetzt noch schnell ins Westfalenstadion nach Dortmund oder ins Olympiastadion nach Berlin verlegen und würde es trotzdem locker ausverkauft bekommen.Deutschland wartet auf das Klopp-Ja. Und der Deal wird am Ende wohl anders laufen, als es bisher alle Fans vermuten.In dieser Woche finden die entscheidenden Gespräche zwischen DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Bundesliga-Boss Hans-Joachim Watzke mit dem 59-jährigen Klopp in New York statt. Danach spricht der ehemalige Liverpool-Trainer mit seinem Berater Marc Kosicke, der schon vor Ort ist. Klopp hat bei Red Bull noch einen Vertrag bis 2029Und ebenfalls im Big Apple mit Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff, der in der Woche vor dem WM-Finale am 19. Juli einfliegt. Da Klopp noch einen Vertrag bis 2029 als „Head of Global Soccer“ hat, gehen viele von einer Ablöse-Zahlung aus. Verständlicherweise pocht Mintzlaff auf eine Kompensation.Doch da gibt es eine viel bessere Lösung als Geld: Klopp bleibt Red Bull auch als Bundestrainer als Markenbotschafter erhalten. Die Sichtbarkeit und der Werbewert steigen für ihn durch den neuen Job noch mal deutlich. Und das ist für ein Unternehmen wie Red Bull, das über 12 Milliarden Umsatz generiert und fast 14 Milliarden Getränkedosen im Jahr verkauft, viel gewichtiger und lukrativer als eine Ablöseeinnahme im einstelligen Millionen-Bereich.So würden am Ende alle als große Gewinner aus dem Poker herauskommen: Klopp, der gegenüber Red Bull sehr loyal ist und einen Traumjob übernimmt. Mintzlaff, der seinen wichtigsten Angestellten im Sport zur Rettung des deutschen Fußballs freistellt und ihm damit einen Riesendienst erweist, und auch der DFB, der die absolute Wunschlösung bekommt.Lesen Sie auchDrei Parteien, drei Gewinner. Das ist das Ziel aller Beteiligten.