Donald Trumps Intervention nützt den USA nichts: Sie scheiden gegen Belgien im Achtelfinal ausDer Einsatz des Stürmers Folarin Balogun bleibt wirkungslos – die Belgier gewinnen gegen ein schwaches amerikanisches Team 4:1.07.07.2026, 07.55 Uhr3 LeseminutenAktualisiertDie Spieler der USA sind nach dem Spiel enttäuscht über das Aus an dieser WM.ImagoDenkwürdig: Mit diesem Prädikat werden an der Weltmeisterschaft allzu schnell Spiele versehen, wenn sie dramatisch, hochklassig, oder besonders ruppig sind. Geht es um diese Kriterien, so hatte die Weltmeisterschaft in den letzten Tagen allerhand erinnerungswürdige Momente: Das 3:2 der Engländer in Unterzahl im Aztekenstadion von Mexiko gegen den Gastgeber ist ein solcher Augenblick, der sich in die Geschichte des Wettbewerbs einbrennen wird; die Rumpelpolka der Franzosen gegen Paraguay wird wegen ihrer Unansehnlichkeit und der harten Gangart der Südamerikaner ebenfalls nachhallen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Trumps Intervention hatte ErfolgAllerdings gibt es auch noch die Kategorie des Skandals, und für den hatte Donald Trump gesorgt, als er mit Gianni Infantino, dem Fifa-Präsidenten, telefonierte, um eine Sperre für Folarin Balogun aufzuheben – für den Achtelfinal-Match gegen Belgien. Balogun war gegen Bosnien seinem Gegenspieler Tarik Muharemovic auf das Sprunggelenk getreten, unabsichtlich vielleicht, aber gefährlich genug, um einen Platzverweis zu rechtfertigen.Die Fifa entsprach offenkundig dem Wunsch des Präsidenten und rechtfertigte sich auf krumme Weise. Der Einspruch der Belgier hatte keinen Effekt. Und so stand Balogun unter den Augen von Fifa-Präsident Gianni Infantino in der Startformation der USA in Seattle gegen Belgien.Folarin Balogun ist der beste Stürmer der amerikanischen Teams – die Partie gegen Belgien konnte auch er nicht retten.Troy Wayrynen /Anders als die Funktionäre, schien der Angreifer allerdings ein Gespür dafür zu haben, wie problematisch die Situation ist. Nach dem Schlusspfiff begab er sich zum belgischen Trainer Rudi Garcia, der Balogun in Schutz nahm: «Er kam, um mit mir zu sprechen. Es ist nicht seine Schuld; er ist nicht derjenige, der die Schuld trägt – das habe ich ihm gesagt. Ich schätze wirklich die Absicht, mit der er zu mir gekommen ist.»Der Effekt, den Baloguns Präsenz auf das Spiel der Amerikaner hatte, war gering genug, um die Frage zu stellen: Was wäre gewesen, wenn Trainer Mauricio Pochettino ihn nicht aufgeboten hätte? Womöglich wäre der Einsatz der Amerikaner grösser ausgefallen, ein Phänomen, das nicht selten zu beobachten ist, wenn einem Team der überragende Fussballer fehlt.Vielleicht wäre ihnen auch der Schiedsrichter ein wenig gewogener gewesen, so wie es nicht selten bei Gastgeberteams der Fall ist. Man denke nur einmal zurück an 2002, auf welch fragwürdige Weise Südkorea damals Italien aus dem Wettbewerb warf. Aber in Seattle? Keine Spur: Adham Makhadmeh aus Jordanien blieb fast durchgängig bei seiner eher grosszügigen Linie, die der körperlichen Note gerecht wurde, die die Spielweise beider Teams prägte.Dass er wenig Mühe hatte, lag allerdings auch an der deutlichen Überlegenheit der Belgier. Passsicher, präzise und effizient: So kamen sie zunächst zu Toren von Charles De Ketelaere (2) und Hans Vanaken, der den Fehler des amerikanischen Torhüters Matt Freese beim Herauslaufen ausnutzte und den Ball aus weiter Entfernung zielsicher ins Tor kickte. Der herausragende De Ketelaere war auch an diesem Tor beteiligt.Charles De Ketelaere bejubelt sein Tor gegen USA.Maddy Grassy / APDie Belgier feiern humorvollUnd als Garcia spät Romelu Lukaku einwechselte, wurde der Auftritt der Belgier zu einem grossartigen Stück Veteranen-Kino. Denn das 4:1 feierten sie mit einem Tänzchen, das der Schrittfolge des amerikanischen Präsidenten verblüffend ähnlich sah, als dieser einen Tanz öffentlich aufführte. Es war keine Häme, sondern ein lässiger Kommentar, ohne viel erklären zu müssen.Nicht nur die Belgier wussten: Das Ausscheiden der Amerikaner ist die beste Lösung – vielleicht nicht für die Stimmung unter den Gastgebern, aber für den weiteren Verlauf des Turniers. Sportlich ist sie unangreifbar, und niemand muss sich mehr Gedanken darüber machen, auf welche Weise das amerikanische Team noch bevorteilt wird. Die Diskussion um die Umstände, die dieses Spiel begleiteten, muss auf andere Weise geführt werden. Bestenfalls mit scharfen Konsequenzen.Enttäuschte Fans verlassen nach dem Spiel das Stadion in Seattle.Eric Hiller / APPassend zum Artikel
Donald Trumps Intervention hilft nicht: USA unterliegt Belgien 1:4
Der Einsatz des Stürmers Folarin Balogun bleibt wirkungslos – die Belgier gewinnen gegen ein schwaches amerikanisches Team 4:1.











