Philadelphia (dpa) - Frankreichs Fußballverband will nach den rassistischen Beleidigungen seines Offensivstars Kylian Mbappé juristisch gegen die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia vorgehen. Ihre Bemerkungen seien „verabscheuungswürdig und inakzeptabel“, hieß es unter anderem in einem Statement des Verbands. Man werde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft stellen, um rechtliche Schritte einzuleiten.„Ich sichere unserem Kapitän, den Spielern und ganz allgemein allen Opfern solch abscheulicher Äußerungen meine volle Unterstützung zu“, schrieb Verbandspräsident Philippe Diallo bei X. „Die Spieler der französischen Nationalmannschaft repräsentieren Frankreich. Es ist unser Land, das hier beleidigt wird.“ Die Äußerungen seien „strafbar“ und „verwerflich“.Auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron meldete sich zu Wort. „Ein weiteres Tor für Kylian Mbappé. Diesmal gegen Rassismus“, teilte der 48-Jährige bei X mit. „Ich unterstütze ihn voll und ganz. Wenn Worte verletzen, setzen unsere Werte ein Zeichen: Würde, Respekt, Brüderlichkeit.“Wüste Schimpftirade aus ParaguayAmarilla de Boccia hatte Mbappé nach dem hitzigen WM-Achtelfinale zwischen Paraguay und Frankreich (0:1) in den sozialen Medien „Trottel“ bezeichnet, der nicht mal schreiben gelernt habe. „Statt Muttermilch hat er Kokosnüsse ausgesaugt, und das Gebildetste, was er je gehört hat, waren Schimpansen. Hättest du ihm doch den Mittelfinger gezeigt, Orlando Gill. Ich mache das im Senat auch, und da passiert überhaupt nichts!!!“Plattform XDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichertUm Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.Während des Duells zwischen Frankreich und Deutschland-Bezwinger Paraguay am Samstag in Philadelphia war Mbappé immer wieder hart attackiert worden, hatte aber auch ausgeteilt. Nach Spielende verweigerte er Paraguays Keeper Orlando Gill den Handschlag, feierte mit einer provokanten Geste.Die Politikerin schrieb über Mbappé unter anderem außerdem, er sei ein „kolonisierter Kameruner“, der den harten Franzosen spiele, „voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich“.Paraguays Orlando Gill (l.) und Kylian Mbappé im hitzigen WM-Achtelfinale. (Archivbild) Tom Weller/dpaMbappé und Sportministerin reagierenMbappé hatte mit deutlichen Worten auf die Beleidigungen der Politikerin reagiert. „Sie sind eine verachtenswerte Frau und unwürdig Ihres Amtes“, schrieb der Stürmer von Real Madrid unter anderem bei X. Sie vertrete nicht das Paraguay, das während der WM „von Leidenschaft und Ehre durchdrungen“ gewesen sei. Er werde Menschen wie Amarilla de Boccia „niemals die Freiheit lassen, ihren Hass und ihren Rassismus in der Welt zu verbreiten“.Plattform XDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichertUm Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.Auch Frankreichs Sportministerin Marina Ferrari hatte bereits empört auf die verbalen Entgleisungen der Senatorin reagiert. Indem Amarilla de Boccia Mbappé angreife, greife sie alles an, „was unser Kapitän verkörpert, und alles, wofür unser Land eintritt: die Freiheit, die Gleichheit und die Brüderlichkeit“.© dpa-infocom, dpa:260707-930-344700/1
Rassismus-Eklat: Franzosen kündigen rechtliche Schritte an
Philadelphia (dpa) - Frankreichs Fußballverband will nach den rassistischen Beleidigungen seines Offensivstars Kylian Mbappé juristisch gegen die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia vorgehen. Ihre Bemerkungen seien „verabscheuungswürdig und inakzeptabel“, hieß es unter anderem in einem Statement des Verbands. Man werde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft stellen, um rechtliche Schritte einzuleiten.„Ich sichere unserem Kapitän, den Spielern und ganz allgemein allen Opfern solch abscheulicher Äußerungen meine volle Unterstützung zu“, schrieb Verbandspräsident Philippe Diallo bei X. „Die Spieler der französischen Nationalmannschaft repräsentieren Frankreich. Es ist unser Land, das hier beleidigt wird.“ Die Äußerungen seien „strafbar“ und „verwerflich“.Auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron meldete sich zu Wort. „Ein weiteres Tor für Kylian Mbappé. Diesmal gegen Rassismus“, teilte der 48-Jährige bei X mit. „Ich unterstütze ihn voll und ganz. Wenn Worte verletzen, setzen unsere Werte ein Zeichen: Würde, Respekt, Brüderlichkeit.“Wüste Schimpftirade aus ParaguayAmarilla de Boccia hatte Mbappé nach dem hitzigen WM-Achtelfinale zwischen Paraguay und Frankreich (0:1) in den sozialen Medien „Trottel“ bezeichnet, der nicht mal schreiben gelernt habe. „Statt Muttermilch hat er Kokosnüsse ausgesaugt, und das Gebildetste, was er je gehört hat, waren Schimpansen. Hättest du ihm doch den Mittelfinger gezeigt, Orlando Gill. Ich mache das im Senat auch, und da passiert überhaupt nichts!!!“Plattform XDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichertUm Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.Während des Duells zwischen Frankreich und Deutschland-Bezwinger Paraguay am Samstag in Philadelphia war Mbappé immer wieder hart attackiert worden, hatte aber auch ausgeteilt. Nach Spielende verweigerte er Paraguays Keeper Orlando Gill den Handschlag, feierte mit einer provokanten Geste.Die Politikerin schrieb über Mbappé unter anderem außerdem, er sei ein „kolonisierter Kameruner“, der den harten Franzosen spiele, „voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich“.Paraguays Orlando Gill (l.) und Kylian Mbappé im hitzigen WM-Achtelfinale. (Archivbild) Tom Weller/dpaMbappé und Sportministerin reagierenMbappé hatte mit deutlichen Worten auf die Beleidigungen der Politikerin reagiert. „Sie sind eine verachtenswerte Frau und unwürdig Ihres Amtes“, schrieb der Stürmer von Real Madrid unter anderem bei X. Sie vertrete nicht das Paraguay, das während der WM „von Leidenschaft und Ehre durchdrungen“ gewesen sei. Er werde Menschen wie Amarilla de Boccia „niemals die Freiheit lassen, ihren Hass und ihren Rassismus in der Welt zu verbreiten“.Plattform XDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Plattform X angereichertUm Ihre Daten zu schützen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Plattform X angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse übermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie unter sz.de/datenschutz.Auch Frankreichs Sportministerin Marina Ferrari hatte bereits empört auf die verbalen Entgleisungen der Senatorin reagiert. Indem Amarilla de Boccia Mbappé angreife, greife sie alles an, „was unser Kapitän verkörpert, und alles, wofür unser Land eintritt: die Freiheit, die Gleichheit und die Brüderlichkeit“.© dpa-infocom, dpa:260707-930-344700/1











