Es ist selten, dass sich gleich zwei prominente Fußballstimmen unabhängig voneinander nahezu wortgleich äußern. Doch genau das ist nach der umstrittenen Rücknahme der Rot-Sperre gegen US-Stürmer Folarin Balogun bei der Fußball-WM passiert. Erst stellte Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel die entscheidende Frage: „Wer kippt diese Entscheidung – und wann? Und auf welcher Grundlage?“ Nun legte Mats Hummels als TV-Experte bei MagentaTV nach. Seine Worte waren noch drastischer.„Das ist eine Katastrophe“, sagte der Weltmeister von 2014 vor der Achtelfinal-Partie Spanien gegen Portugal. Die Erklärung von Fifa-Präsident Gianni Infantino? „Ein luftleerer Raum. Eine absolute Nichts-Aussage.“ Vor allem aber fürchtet Hummels die Folgen. Nicht wegen Balogun selbst. Sondern wegen des Präzedenzfalls, den die Fifa geschaffen hat.
Die Zweifel an der Fifa werden nicht kleiner
Und spätestens seit Montag ist klar: Die Zweifel werden nicht kleiner. Denn sowohl US-Präsident Donald Trump als auch Gianni Infantino haben inzwischen bestätigt, dass es vor der Entscheidung tatsächlich ein Telefonat gegeben hat. Trump erklärte offen, er habe eine Überprüfung der Roten Karte verlangt, weil er den Platzverweis für falsch gehalten habe. Erst später habe er erfahren, dass eine Rote Karte automatisch eine Sperre nach sich zieht. Mit der Entscheidung selbst habe er zwar nichts zu tun gehabt, beteuerte Trump. Gleichzeitig feierte er die Aufhebung der Sperre unmittelbar nach der Fifa-Mitteilung öffentlich.













