Merz habe deutlich gemacht, dass die in einem Truth-Social-Post von Trump verwendeten Zahlen zum Verteidigungsbudget der europäischen Verbündeten nicht aktuell seien. Trump hatte die Ausgaben von Deutschland, Großbritannien und Italien in der vergangenen Woche »lächerlich« genannt.Auf dem Nato-Gipfel in Ankara ab Dienstag will Bundeskanzler Merz »in aller Bescheidenheit zum Ausdruck bringen«, dass Deutschland seine Verteidigungsausgaben innerhalb von vier Jahren verdoppele. Das kündigte er bereits am Freitag auf einer Pressekonferenz an. »Das ist die größte Kraftanstrengung, die wir jemals gemacht haben, um unsere Verteidigungsfähigkeit zu stärken«, sagte Merz. »Insofern brauchen wir uns hier vor niemandem zu verstecken.«

Auf Drängen Trumps hatten die Nato-Staaten beim Gipfel in Den Haag im vergangenen Jahr vereinbart, künftig mindestens einen Betrag in Höhe von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung zu investieren. Zusätzlich sollen noch 1,5 Prozent für verteidigungsrelevante Ausgaben, etwa Infrastruktur, ausgegeben werden.Insgesamt sollen so spätestens ab 2035 jährlich fünf Prozent des BIP in Verteidigung und Sicherheit investiert werden – so viel wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Deutschland will das Fünfprozentziel bis 2029 erreichen.