PfadnavigationHomeRegionalesHamburgHamburger Kindergarten-SystemDeutlicher Anstieg der Kita-Gebühren wird zum solidarischen Akt erklärtStand: 13:09 UhrLesedauer: 2 MinutenEltern aus einkommensstärkeren Familien werden für die Betreuung des Nachwuchses mehr zahlen müssenQuelle: Christian Charisius/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpaHamburg dreht an der Kita-Gebührenschraube. Familien mit gutem Einkommen zahlen deutlich mehr, für Haushalte mit wenig Geld fällt der Beitrag oft weg. Die SPD-Senatorin spricht von „modernen Beitragsstrukturen.“Einkommensabhängig müssen sich Hamburger Familien ab dem kommenden Jahr auf deutlich steigende Kita-Gebühren einstellen. Zwar solle am Kita-Gutscheinsystem, das jedem Kind bis zur Einschulung Anspruch auf fünf Stunden kostenlose Betreuung pro Tag einschließlich Mittagessen garantiert, festgehalten werden, sagte Bildungs- und Familiensenatorin Ksenija Bekeris (SPD). Darüber hinaus sollen die Beiträge mit steigendem Einkommen der Eltern aber teils deutlich erhöht werden. Entlastungen sind hingegen für einkommensschwache Familien geplant. Ziel der geplanten Reform sei ein sozial ausgewogenes und transparentes Beitragssystem, das die Bedürfnisse der Familien berücksichtigt und die finanzielle Stabilität der Kindertagesbetreuung sichert.Gebühren sollen erst 2027 und 2028 steigenDie Anhebung soll den Angaben zufolge in zwei Schritten jeweils zum 1. August nächsten und übernächsten Jahres erfolgen: Im ersten Schritt soll der Höchstbetrag für eine achtstündige Betreuung von derzeit 191 auf 320 Euro pro Monat steigen, ein Jahr später dann auf 336 Euro. Dieser Höchstbetrag wird laut Behörde für Familien mit einem Nettohaushaltseinkommen ab 6000 Euro pro Monat fällig. Um Familien mit geringem Einkommen zu entlasten, soll die Einkommensgrenze, ab der überhaupt ein Elternbeitrag erhoben wird, von 1023 Euro auf 2650 Euro angehoben werden.Auch bei der Geschwisterregelung sind laut Behörde Änderungen geplant. So sollen für das zweitjüngste gleichzeitig betreute Kind künftig nur 50 Prozent des Beitrags erhoben werden, für das drittjüngste Kind nur 25 Prozent. Ab dem vierten gleichzeitig betreuten Kind werden dann keine Beiträge mehr fällig.Lesen Sie auchMit der geplanten Reform wolle man zum einen die Stärken des Kita-Gutscheinsystems erhalten und „zugleich moderne, transparente und solidarische Beitragsstrukturen“ schaffen, sagte Bekeris. „So sorgen wir dafür, dass unser Kita-Gutscheinsystem auch künftig ein starkes Fundament für gute Bildung, Chancengerechtigkeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt.“ Fakt ist aber auch, dass der städtische Träger Elbkinder seit Jahren unter Finanzproblemen leidet – insgesamt soll durch das neue Beitragssystem vor allem mehr Geld eingenommen werden.Den Angaben zufolge ist es die erste Anpassung des Beitragssystems seit Einführung des Hamburger Kita-Gutscheinsystems vor fast einem Vierteljahrhundert. Die Erhöhung der Kita-Gebühren für Familien mit höheren Einkommen hatte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) bereits bei der Vorstellung des Senatsentwurfs für den Doppelhaushalt 2027/2028 in der vorvergangenen Woche angekündigt.lno/jlau
Hamburger Kindergarten-System: Deutlicher Anstieg der Kita-Gebühren wird zum solidarischen Akt erklärt - WELT
Hamburg dreht an der Kita-Gebührenschraube. Familien mit gutem Einkommen zahlen deutlich mehr, für Haushalte mit wenig Geld fällt der Beitrag oft weg. Die SPD-Senatorin spricht von „modernen Beitragsstrukturen.“








