Trauerzug für Khamenei in Teheran begonnenDer Trauerzug mit dem Sarg von Irans getötetem Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei hat dem iranischen Staatsfernsehen zufolge seine Fahrt durch die iranische Hauptstadt Teheran begonnen. Bilder im staatlichen Sender Irib zeigten am Montagmorgen riesige Menschenmengen, die den Weg des Sarges durch die Hauptstadt säumten. Der Trauerzug soll etwa zehn Stunden dauern und stellt den Höhepunkt der öffentlichen Trauerbekundungen für den bei US-israelischen Angriffen am 28. Februar getöteten Khamenei dar.Die iranischen Behörden waren um einen geordneten Ablauf der Trauerfeierlichkeiten bemüht. „Wir bitten die Bevölkerung, sich friedlich zum Asadi-Platz zu begeben“, wo der Trauerzug vorbeikommen soll, erklärte General Hassan Hassansadeh, ein ranghoher Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden. Die Behörden fürchten offenbar ein Chaos wie bei den Trauerfeierlichkeiten für Khameneis Vorgänger, Ayatollah Ruhollah Khomeini, im Jahr 1989. Damals waren laut der iranischen staatlichen Nachrichtenagentur bei einem Massengedränge während der Trauerfeier mehr als zehn Menschen ums Leben gekommen und mehr als 10.000 weitere verletzt worden. Außerdem hatten zahlreiche Trauernde das Fahrzeug gestürmt, wobei das Leichentuch zerriss und Khomeinis Leichnam zu Boden fiel. Ben MenglerPalästinenser: Israelische Soldaten erschießen Jugendlichen im Westjordanland Im Westjordanland haben israelische Soldaten nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums einen Jugendlichen erschossen. Der 16-Jährige sei in einem Flüchtlingslager nahe Ramallah getötet worden, teilte das Ministerium am Sonntag mit. Zwei 14-Jährige seien bei dem Vorfall verletzt worden. Das israelische Militär ließ eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zu dem Einsatz zunächst unbeantwortet.Bereits am vergangenen Montag war nahe Ramallah ein 15-Jähriger von israelischen Soldaten erschossen worden. Das israelische Militär erklärte, bei einem Armeinsatz in der Gegend sei es zu „gewalttätigen Ausschreitungen“ gekommen. Soldaten seien mit Steinen beworfen worden und hätten Schüsse auf einen Verdächtigen abgegeben. Netanjahu: Christliche Dörfer in Südlibanon wollen annektiert werdenMehrere christliche Dörfer im Süden Libanons haben nach Angaben von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu darum gebeten, in das israelische Staatsgebiet eingegliedert zu werden. In einigen dieser Ortschaften sei der Wunsch geäußert worden, „von Israel annektiert zu werden, weil wir sie vor den Fanatikern der Hizbullah schützen, die sie töten wollen“, sagte Netanjahu am Sonntag dem US-Sender Fox News.Die pro-iranische Hizbullah-Miliz hatte Libanon in den Irankrieg hineingezogen, indem sie nach Kriegsbeginn Raketen auf Israel abfeuerte. Israel reagierte darauf mit Angriffen in Libanon und einer Bodenoffensive. Die israelische Armee richtete eine sogenannte Sicherheitszone ein, die bis zu zehn Kilometer in libanesisches Territorium hineinreicht.Israel und Libanon hatten in der vergangenen Woche unter Vermittlung der USA ein Rahmenabkommen unterzeichnet, um den Weg für einen Frieden zwischen beiden Ländern zu ebnen. Das Abkommen macht einen Rückzug Israels aus den besetzten libanesischen Gebieten davon abhängig, dass Beirut die Hizbullah-Miliz entwaffnet. US-Marine beendet Suche nach vermissten BesatzungsmitgliedWenige Tage nach der Notlandung eines Helikopters im Arabischen Meer hat die US-Marine die Suche nach einem vermissten Besatzungsmitglied eingestellt. Die Rettungsaktion sei „nach einer umfassenden Suche“ am Sonntag um 15 Uhr Ortszeit beendet worden. Das teilten die Marine-Streitkräfte des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos auf X mit. Über einen Zeitraum von mehr als 102 Stunden habe die Marine auf einer Fläche von gut 14.000 Quadratmeilen (rund 36.000 Quadratkilometern) erfolglos nach dem Soldaten gesucht. Dieser war am 1. Juli als vermisst gemeldet worden. Hinweise auf eine feindliche Attacke gab es damals nicht.Die anderen drei Besatzungsmitglieder des MH-60S Sea Hawkseien seien nach dem Zwischenfall gefunden worden, hieß es. Sie befanden sich demnach in stabilem Zustand auf dem Flugzeugträger „USS George H.W. Bush“. Diesen hatten die USA im Zuge des Irankriegs in die Region verlegt. Israels Armeechef kündigt entschlossenes Vorgehen gegen Hizbullah anDer israelische Armeechef Ejal Samir hat bei einem Besuch im Süden Libanons ein „entschlossenes“ Vorgehen gegen die Hizbullah-Miliz angekündigt. Die israelische Armee werde „weiterhin entschlossen handeln, um Bedrohungen vom libanesischen Territorium zu entfernen“, sagte Samir am Sonntag nach Angaben des Militärs bei einem Besuch bei israelischen Soldaten im Bereich der Kreuzfahrerburg Beaufort.Die Armee sei bereit, bei einem Verstoß gegen die Waffenruhe rasch „zu offensiven Einsätzen“ überzugehen, sagte Samir demnach: „Jede Bedrohung gegen unsere Truppen oder israelische Zivilisten wird sofort angegriffen und beseitigt.“ Die Militäreinsätze im Bereich Beaufort und in ganz Südlibanon erfolgten im Rahmen des jüngsten von den USA vermittelten Abkommens zwischen Israel und Libanon, betonte der Armeechef. Die libanesische Armee müsse ihren Verpflichtungen aus dem Abkommen nachkommen und „dafür sorgen, dass die Hizbullah-Terroristen und die terroristische Infrastruktur aus dem Gebiet verschwinden“.Israel und Libanon hatten Ende Juni ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das den Weg zu einem Friedensabkommen ebnen soll. Es macht einen israelischen Rückzug aus besetzten libanesischen Gebieten davon abhängig, dass Beirut die Hizbullah entwaffnet. Zudem sollen „Pilotgebiete“ eingerichtet werden, in denen die libanesische Armee die Kontrolle übernimmt. Irans oberster Führer erscheint nicht bei Trauerfeier für Ali KhameneiDer seit Monaten nicht öffentlich in Erscheinung getretene oberste Führer des Iran, Modschtaba Khamenei, ist auch bei der groß angelegten Trauerfeier für seinen Vater, Ajatollah Ali Khamenei, nicht gesichtet worden. Drei andere Söhne Khameneis beteten dagegen am Sonntag am Sarg ihres Vaters, der beim Angriff der USA und Israels am 28. Februar getötet worden war. Bei demselben Angriff zu Beginn des Irankriegs soll Modschtaba Khamenei verletzt worden sein. Sein Gesicht sei entstellt und er habe schwere Verletzungen an einem oder beiden Beinen erlitten, verlautet aus seinem engen Umfeld. Er wurde zum Nachfolger seines Vaters bestimmt. Iran nimmt Seehandel mit Qatar wieder aufIran hat den Seehandel mit dem Golfemirat Qatar nach eigenen Angaben wieder aufgenommen. Der iranische Handelsattaché in Doha, Abbas Abdolchani, sagt gegenüber staatlichen Medien, der Schiffsverkehr zwischen dem iranischen Hafen Dajjer und dem qatarischen Hafen Al-Ruwais sei wieder angelaufen. Vorausgegangen sei eine Abstimmung zwischen der iranischen Botschaft in Doha und den qatarischen Behörden. Im Zuge des Irankriegs und der faktischen Blockade der Straße von Hormus war der Schiffsverkehr in dem Gebiet stark eingeschränkt worden. Auf Angriffe der USA reagierte Iran auch mit dem Beschuss von US-Alliierten in der Region. Zuletzt gab es Zeichen der Entspannung. Iran: China erhält Sonderbehandlung für Hormus-PassageIrans Botschafter in China hat am Samstag erklärt, dass sein Land Gebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus erheben werde und dass „befreundete“ Nationen dabei „besondere Vergünstigungen“ erhalten. Diese Gebühren seien jedoch nicht als „Maut“ zu verstehen, sagte Botschafter Abdolreza Rahmani Fazli am Samstag auf dem von der Tsinghua-Universität organisierten sogenannten „Weltfriedensforum“ in Peking. Gebühren dienten dazu, um die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus zu gewährleisten und gleichzeitig die Kosten der „Umweltfolgen“ zu decken.„Wir werden definitiv eine Sonderbehandlung für befreundete Länder in Betracht ziehen, insbesondere für solche, die uns in den schwierigen Zeiten unterstützen“, sagte Fazli. Welche Zugeständnisse dies genau beinhalten würde, ließ Irans Botschafter offen.Die laufende Vereinbarung zwischen Iran und den USA zur Beendigung des Krieges sieht für eine Frist von zunächst sechzig Tagen vor, dass Handelsschiffe die Straße von Hormus kostenlos passieren. Uneinigkeit herrscht zwischen Teheran und Washington darüber, ob nach dieser Frist Gebühren erhoben werden. Amerika und die meisten arabischen Golfstaaten lehnen das ab.„In Zusammenarbeit mit dem (Vermittler-)Staat Oman“ werde es „neue Vereinbarungen über die Straße von Hormus geben“, sagte Irans Botschafter. China hatte am Freitag einen ungehinderten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus gefordert. Die „schnellstmögliche Wiederherstellung ihrer Sicherheit und Durchfahrtsfreiheit liegt im Interesse aller Beteiligten“ sagte Außenministeriumssprecher Guo Jiakun. Über Pekings Partnerland Pakistan versucht China Einfluss auf die Verhandlungen zu nehmen.Paris und London wollen Straße von Hormus mit Oman absichernGroßbritannien und Frankreich sind mit Oman im Gespräch, um Möglichkeiten für eine sichere Passage durch die Straße von Hormus in omanischen Hoheitsgewässern zu erkunden. In einer gemeinsamen Erklärung teilten der britische Premierminister Keir Starmer und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron mit, das Sultanat Oman „hat sich bereit erklärt, mit dem Vereinigten Königreich und mit Frankreich zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass die Schifffahrt in seinen souveränen Hoheitsgewässern sicher ist“.Weiter heißt es in der Erklärung, beide Länder stünden bereit, ihre militärischen Beiträge zu einer größeren multinationalen Militärmission zu leisten, „um die Freiheit des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus zu unterstützen“. Großbritannien und Frankreich bekräftigten überdies, sie seien gemeinsam der Stabilität in der Region und der Souveränität aller Staaten verpflichtet und bereit, eng mit allen Partnern zusammenzuwirken, um die globale Sicherheit, Freiheit des Seeverkehrs und das internationale Recht aufrechtzuerhalten.Uli PutzÖffentliche Trauerfeier für Khamenei in Teheran begonnenIn der iranischen Hauptstadt Teheran haben die öffentlichen Trauerfeiern für den im Krieg getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Khamenei begonnen. Aufnahmen im Staatsfernsehen zeigten den Sarg des Religionsführers aufgebahrt in der Großmoschee Mosalla. Zahlreiche Anhänger strömten bereits seit der Dämmerung zum Veranstaltungsort.Khameneis Leichnam bleibt zunächst drei Tage in Teheran. Anschließend sind Trauerzeremonien in der Pilgerstadt Ghom sowie im Irak geplant. Am Donnerstag soll er in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden.Khamenei war am 28. Februar bei einem gezielten israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in der iranischen Hauptstadt getötet worden. Anschließend führten Israel und die USA mehr als fünf Wochen Krieg gegen den Iran. Seit Anfang April gilt eine Waffenruhe.Uli PutzStrenge Sicherheitsvorkehrungen in Iran während Trauerfeierlichkeiten für KhameneiAus Sicherheitsgründen will Iran während der Trauerfeierlichkeiten für Ajatollah Ali Khamenei von Montag an seinen Luftraum für mehrere Tage sperren. Mehr als 65.000 Sicherheitskräfte werden im Zuge der tagelangen Feiern in den Metropolen im Einsatz sein, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf den Kommandeur der Ordnungskräfte. Weitere 200.000 Kräfte sollen für Sicherheit in den Provinzen sorgen.Mit Blick auf den Krieg der USA und Israels warnten Irans Streitkräfte vor einer neuen militärischen Eskalation rund um die Staatstrauer. „Jede Fehlkalkulation wird mit einer entschlossenen und noch härteren Antwort als je zuvor beantwortet werden. Einer Antwort, die für immer in ihrer Geschichte der Schande verzeichnet bleiben wird“, hieß es in einer Erklärung der Revolutionsgarde, die iranische Medien verbreiteten.Zeigt sich Irans neuer Machthaber erstmals öffentlich?In Iran haben die Zeremonien für die Beerdigung des getöteten obersten Führers Ali Khamenei begonnen – mehr als vier Monate nach seinem Tod. Nach islamischem Ritus sollen Leichname eigentlich so schnell wie möglich begraben werden. Dass sich Khameneis Beerdigung so verzögert, liegt unter anderem an der Sorge Irans, dass Israel und die USA die Zeremonien für neue Angriffe nutzen könnten, schreibt unsere Iran-Korrespondentin Friederike Böge. Ihren Text lesen Sie hier:Iran warnt vor Störung von Trauerfeier Irans Streitkräfte haben kurz vor Beginn der Trauerfeiern für den getöteten obersten Führer ihre Feinde vor Angriffen gewarnt. „Jede Fehlkalkulation wird mit einer entschlossenen und noch härteren Antwort als je zuvor beantwortet werden. Einer Antwort, die für immer in ihrer Geschichte der Schande verzeichnet bleiben wird“, hieß es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, die iranische Medien verbreiteten.An diesem Samstag beginnen in Teheran die offiziellen Trauerfeierlichkeiten für den Ende Februar getöteten Religionsführer Ajatollah Ali Khamenei. Erwartet werden mehrere Millionen Menschen. Zu den Zeremonien werden zudem ranghohe Vertreter der iranischen Regierung und des Militärs erwartet. Zehntausende Sicherheitskräfte sind in den Metropolen im Einsatz. Ab Montag soll außerdem der Luftraum für mehrere Tage gesperrt werden. Khameneis Beisetzung ist für Donnerstag in seiner Heimatstadt Maschhad geplant. Mindestens fünf Tote bei Bombenexplosion in Damaskus Bei der Explosion einer Bombe in einem belebten Café im Zentrum der syrischen Hauptstadt Damaskus sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Zudem wurden 16 weitere Menschen verletzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf den Rettungsdienst am Donnerstag meldete. Der Sprengsatz war dem staatlichen Fernsehen zufolge in dem Café nahe dem Justizpalast platziert worden. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand.Seit dem Sturz von Präsident Baschar al-Assad Ende 2024 kam es in Damaskus zu vereinzelten Anschlägen. Die Machtübernahme durch Ahmed al-Scharaa, den heutigen Präsidenten des Landes, und seine Rebellenkräfte beendete den 14-jährigen Bürgerkrieg. Zuletzt wurde am 19. Mai durch eine Autobombe vor dem Verteidigungsministerium in Damaskus ein syrischer Soldat getötet und mindestens 18 weitere Menschen verletzt. Gespräche in Qatar abgeschlossenBei den indirekten Gesprächen zwischen den USA und Iran in Qatar hat es nach Angaben des qatarischen Außenministeriums „positive Fortschritte“ gegeben. Qatarische und pakistanische Vermittler hätten in Doha getrennte Treffen mit den Unterhändlern der USA und Irana abgeschlossen, erklärte der qatarische Außenamtssprecher Madsched al-Ansari am Mittwochauf der Plattform X.Die beiden Seiten hätten vereinbart, die Beratungen „in der näheren Zukunft“ fortzusetzen. Die nächste Runde solle so früh wie möglich nach den Trauerfeierlichkeiten für den früheren iranischen Obersten Führer Ali Chamenei angesetzt werden.Vorangegangen sei in den Gesprächen insbesondere bei Nachverhandlungen im Zusammenhang mit dem Rahmenabkommen von Islamabad, erklärte Ansari. Die Gespräche unter Vermittlung von Qatar und Pakistan bauten demnach auf den Ergebnissen des Gipfels im Schweizerischen Bürgenstock in der vergangenen Woche auf. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
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Wagen transportiert Särge Khameneis und Familienangehöriger +++ Iran: China erhält Sonderbehandlung für Hormus-Passage +++ Oberster Führer erscheint nicht bei Trauerfeier für Khamenei +++ alle Entwicklungen im Liveblog










