Es wird immer deutlicher, wie groß der politische Schaden ist, den Donald Trump im Zuge seines erfolgsarmen Kriegs gegen Iran angerichtet hat. Die Berichte über das Zerwürfnis mit Saudi-Arabien, dem wichtigsten arabischen Alliierten der Vereinigten Staaten, werfen ein Schlaglicht darauf, wie stark die Supermacht an Vertrauen und Ansehen in der Region eingebüßt hat.Der saudische Kronprinz Muhammad Bin Salman fiel dem amerikanischen Präsidenten im Mai sogar in den Arm. Weil das Königreich seinen Luftraum sperrte, musste Trump die Mission „Project Freedom“ abblasen, in deren Rahmen Schiffe durch die von Iran blockierte Straße von Hormus eskortiert werden sollten. Der Kronprinz hielt massivem Druck stand. Washington soll sogar gedroht haben, die Lieferung von Abfangraketen zurückzuhalten. Doch der faktische saudische Herrscher hielt Trumps Vorstoß und die drohende Eskalation der Konfrontation mit Iran offenbar für gefährlicher als den Zorn Amerikas.Sie halten Trump für ein SicherheitsrisikoNicht nur in Riad herrscht Unbehagen über den irrlichternden Trump. Auch andere Herrscher am Golf halten ihn für unzuverlässig, planlos – und bisweilen sogar für ein Sicherheitsrisiko. Der Irankrieg wurde gegen ihren Willen entfesselt. Das Vertrauen in die Verhandlungen über sein Ende ist gering. Niemand glaubt ernsthaft daran, dass diese ein Arrangement hervorbringen, das die Bedrohung durch Iran wirksam einhegt. Als Nachbarn der Islamischen Republik müssen die Golfstaaten auf absehbare Zeit eine Gratwanderung zwischen Entspannungspolitik und Härte beschreiten.
Irankrieg: Trump verspielt das Vertrauen seiner Verbündeten
Donald Trumps Vorgehen im Irankrieg schadet dem Ansehen der Vereinigten Staaten bei ihren Partnern in der Region. Die Berichte über das Zerwürfnis mit Saudi-Arabien sprechen Bände.









