Stand: 06.07.2026 • 09:20 Uhr

Während schweres Gerät Trümmer räumt, ist die Zahl der Todesopfer in Venezuela auf 3.342 gestiegen. Es fehlt an Medikamenten und Psychologen - und die Menschen fürchten sich davor, in ihre Häuser zurückzugehen.

Von Anne Demmer, zzt. Caracas

In Palos Grandes, einem besonders schwer getroffenen Stadtteil in Venezuelas Hauptstadt Caracas, steht der Hauswart eines mehrstöckigen Wohnhauses vor der Haustür. "Señor Julio", wie er von den Bewohnern genannt wird, deutet auf eine gelbe Plakette an der Fassade.

Das Schild signalisiert, dass das Gebäude betreten werden darf. Sobald einige Reparaturen durchgeführt seien, sei das Haus wieder uneingeschränkt zugänglich, sagt Señor Julio. Nur wenige Blocks weiter bietet sich ein anderes Bild: Ein 14-stöckiger Hochhauskomplex namens "Petunia" ist komplett eingestürzt.