Die Chancen schwinden, nach den Erdstößen in Venezuela noch Überlebende zu finden. Stattdessen bergen die Trupps immer mehr Leichen. In die Trauer mischt sich Empörung über das Verhalten der Behörden.
28.06.2026, 01.57 Uhr
Rettungskräfte in den Trümmern eines Gebäudes in La Guaira (am 27. Juni)
Das Ausmaß der Erdbebenkatastrophe in Venezuela wird immer deutlicher. Die vorläufige Zahl der Todesopfer ist auf 1430 gestiegen, mehr als 3200 Menschen wurden verletzt, wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mitteilte. Noch immer werden Tausende Menschen unter den Trümmern vermutet. Drei Tage nach dem Doppelbeben schwinden die Hoffnungen, noch Überlebende zu finden (mehr hier).
Allerdings gelang es zuletzt einem kolumbianischen Team nach einem sechsstündigen Einsatz einen 11-Jährigen im Bundesstaat La Guaira zu bergen, wie ein Video der kolumbianischen Katastrophenbehörde UNGRD zeigt. Auch Teams aus El Salvador und Spanien feierten erfolgreiche Bergungen.Nach den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwoch habe es 430 Nachbeben gegeben, sagte Rodríguez, der Bruder der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez. Mehr als 70.000 Familien seien nach der Katastrophe von den Behörden unterstützt worden. Besonders im Bundesstaat La Guaira, aber auch in der Hauptstadt Caracas, haben die Beben Zerstörungen angerichtet. Teils sind ganze Straßenzüge mit Hochhäusern dem Erdboden gleichgemacht worden.










