Noch vor einigen Jahren wusste kaum ein Verbraucher, was mit der gelblichen Flüssigkeit passiert, die in der Käseherstellung übrig bleibt. Heute ist derselbe Stoff, im Englischen „Whey“ genannt, so gefragt, dass Drogeriemärkte und Supermärkte Engpässe melden, die Preise kräftig steigen und Milchkonzerne hohe Summen in neue Produktionsanlagen investieren. Molkenprotein hat sich vom Nebenprodukt zum wertvollen Rohstoff der Lebensmittelindustrie gewandelt. Der Boom fußt auf mehreren Entwicklungen zugleich: Protein gilt vielen als Schlüssel für Muskelaufbau, Sättigung und Gewichtsmanagement, der Handel hat das Angebot an Eiweißprodukten stark ausgeweitet, und Hersteller nutzen den Trend als Verkaufsargument weit über die Fitnessszene hinaus.
Molkenprotein „Whey“: Das neue Gold der Milchindustrie
Molke galt jahrzehntelang als Abfallprodukt der Käseherstellung, das man an Schweine verfütterte. Seit dem Trend zur proteinreichen Ernährung ist „Whey“ zum begehrten Rohstoff geworden. Das treibt die Preise – ist aber umstritten.







