Die Mexikaner leiden gern. Sie zelebrieren Schmerz. Vielleicht, weil sie wissen, dass es genug Dinge gibt, um die es sich zu weinen lohnt. Und so musste man sich nicht wundern, als sich die Mexikaner am Sonntag für ein Achtelfinalspiel gegen England, vor dem sie Angst hatten, mit einer eingeweidezerreißenden Schnulze in Feierstimmung brachten. Mit „Hasta que te conocí“, einem Lied von Juan Gabriel: „Ich habe nie gelitten / ich habe nie geweint / ich war sehr glücklich / Aber ich habe dich gefunden.“