Mit massiver Gewalt sollen Angreifer ein autonomes Zentrum attackiert haben. Eine Gruppe hatte dort Räume besetzt, um internen Antisemitismus anzuprangern.
Am Stadtrand von Berlin, in Marzahn-Hellersdorf. Das Jugendzentrum dort sah sich bisher vor allem durch die extreme Rechte bedroht
Jürgen Hanel/imago
Zwischen zwei Gruppen aus dem Umfeld des autonomen Jugendzentrums (AJZ) in Hellersdorf kam es am Samstag zu tätlichen Auseinandersetzungen mit teils massiven Verletzungen. „Militante Antisemiten blockieren alle Eingänge“, sie würden Anwesende mit Latten und Steinen angreifen und ankommende Unterstützer*innen mit Feuerlöschern besprühen, schrieb eine Gruppe über den Instagram-Account „Reclaim La Casa“ am Samstag. Später seien demnach auch Angreifer auf das Dach geklettert und hätten Mitglieder ihrer Gruppe angegriffen und ins Gesicht getreten. Die Polizei bestätigt die Angriffe, vor dem Jugendzentrum seien etwa 20 vermummte Personen erschienen.
„Wir sind schockiert, dass die Angreifer billigend schwerste Verletzungen in Kauf genommen haben, indem sie ungeschützte Leute mit Steinen angegriffen und auch Leute übers Dach gejagt haben“, sagt einer der Besetzer der taz. Einer Person, die sich als Unterstützerin näherte, hätten die Angreifer mit einem Teleskop-Stab den Arm gebrochen. „Wir konnten das Haus nur unter Polizeischutz sicher verlassen“, sagte er. Die Gruppe habe sich daher entschlossen, die Besetzung in der Nacht zu beenden und dankte allen, die zur Unterstützung nach Hellersdorf gekommen waren.












