Aus Sicht vieler Aktivisten verlief der AfD-Parteitag in Erfurt wohl eher enttäuschend. Weder konnten sie den Parteitag verhindern, noch waren die vorab angekündigten 50.000 Gegendemonstranten vollzählig erschienen. Stattdessen waren es 31.000 Menschen, die in Erfurt demonstrierten. Schlimmer noch: Als die Proteste begannen, waren die Delegierten schon längst am Tagungsort, der Erfurter Messe, eingetroffen.
Am Tag danach wandten sich Vertreter des Aktionsbündnisses „Widersetzen“ im Rahmen einer Pressekonferenz an die Öffentlichkeit. Nur Fragen ausgewählter Medien waren zugelassen.
Die Aktivisten nutzten die Gelegenheit, um über die Demonstrationen zu reflektieren. Auf die Frage, ob sie die Gewalt gegen Journalisten der Plattform „Apollo News“ verurteilten, antwortete „Widersetzen“-Vertreter Neo Sander: „Faschisten mit einem Presseausweis sind immer noch Faschisten. Sie sind auf unseren Aktionen nicht willkommen.“ Zudem forderte die Person missliebige Pressevertreter auf, die Pressekonferenz, die in der Erfurter Innenstadt unter freiem Himmel abgehalten wurde, zu verlassen.
Mit Blick auf mögliche Koalitionspartner der AfD sprach Neo Sander zudem eine unverhohlene Drohung aus. Die Person erklärte: „An alle Parteien, insbesondere CDU und BSW: Das hier ist unsere explizite Warnung: Wenn ihr es wagt, FaschistInnen an die Macht zu helfen, macht ihr euch zu unserem nächsten Aktionsziel.“











