Das Bündnis „Widersetzen“ will den AfD-Bundesparteitag in Erfurt mit Blockaden verhindern und rechnet mit Zehntausenden Mitstreitern. „Wir werden uns mit Zehntausenden, mit unseren Körpern entschlossen dem Faschismus entgegenstellen“, sagte ein Sprecher des Bündnisses, Suraj Mailitafi. Ab 5.30 Uhr sollten die Anfahrtsstraßen zur Messe besetzt werden, teilte das Bündnis mit. Dabei orientierten sich die Planungen an der vom Thüringer Landesverwaltungsamt erlassenen Allgemeinverfügung, aus der sich die vorgesehenen Anreiserouten der Delegierten über Autobahnen und Bundesstraßen ergäben.Das Bündnis sieht in der Politik der Bundesregierung einen Grund für das Erstarken der AfD. „Faschismus ist kein Betriebsunfall in einem sonst funktionierenden System“, sagte eine Sprechperson des Bündnisses, Noa Sander. Die Bundesregierung betreibe unter anderem einen sozialpolitischen Kahlschlag und verschaffe der AfD so Zulauf. Auch die Migrationspolitik unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) helfe der AfD. Fragen dazu, wie die angekündigten Blockaden von „Widersetzen“ gewaltfrei ablaufen sollen, da die Polizei angekündigt hat, keine Besetzungen der Zufahrtswege zum AfD-Parteitag zu dulden, wichen die Vertreter des Bündnisses aus. Die AfD wolle auf ihrem Parteitag Gewalt planen. Das sei die Gewalt über die gesprochen werden müsse, sagte Sander.Mitglieder des Aktionsbündnisses „Widersetzen“ bei einer Pressekonferenz am FreitagQuelle: Martin Schutt/dpa