PfadnavigationHomeSportTour de FrancePogacars große Geste – „Fantastisch, wirklich fantastisch“, lobt Jan UllrichStand: 18:35 UhrLesedauer: 3 MinutenKomm, hol dir den Sieg: Tadej Pogacar (links) lässt Isaac del Toro den VortrittQuelle: Thibault Camus/AP/dpaNach dem Sieg von Team Visma beim Auftakt der Tour de France, schlugen Tadej Pogacar und UAE am Tag danach eindrucksvoll zurück. Der Superstar war am Montjuïc in Barcelona der mit Abstand Stärkste, überließ den Etappensieg aber einem Mannschaftskollegen.Schon auf der zweiten Etappe der 113. Tour de France kam es zum erwarteten Stelldichein der Favoriten. Der zweieinhalbmal zu fahrende Rundkurs am Ende in der Innenstadt von Barcelona wurde zum Scharfrichter. Nach dem finalen Anstieg feierte der Mexikaner Isaac del Toro unter Mithilfe seines Kapitäns Tadej Pogacar. Das Team UAE schlug damit einen Tag nach dem Teamzeitfahren eindrucksvoll zurück.Das 22-jährige Talent aus Mittelamerika bejubelte flankiert von Tausenden Radsportfans in Barcelona auf dem Stadtberg Montjuïc seinen ersten Tour-Etappensieg. „Es bedeutet mir alles. Ich bin sehr privilegiert, hier überhaupt dabei zu sein“, sagte der Mexikaner demütig: „Ich habe als kleines Kind immer davon geträumt, kann es gar nicht glauben. Es ist einfach irre. Ich bin sehr stolz, dass ich diese Situation im Finale lösen konnte. Es ist wie im Traum.“Del Toro siegte vor Pogacar, der ihm den Sieg in einer großen Geste gönnerhaft und zur Überraschung des Mexikaners überließ. Dritter wurde Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel aus Belgien. Jan Ullrich von Pogacar begeistert„Er war der einzige, der nicht am Anschlag war im Finalsprint“, sagte Jan Ullrich bei Eurosport über Pogacar und lobte dessen Entscheidung für seinen Helfer: „Große, große Klasse. Das ist wirklich wieder Qualität, seinem Kollegen da den Sieg zu überlassen. Er sagt sich: ,Das zahlt der mir zehnmal zurück in der Tour de France. Und den brauche ich noch. Das ist mein bester Mann am Berg.‘ Fantastisch. Wirklich fantastisch.“Das Gelbe Trikot des Gesamtersten trägt allerdings weiterhin der Däne Jonas Vingegaard, der am Samstag mit seinem Visma-Team das Teamzeitfahren zum Auftakt gewonnen hatte. Der Däne führt noch mit einem Abstand von sechs Sekunden vor Pogacar. Der deutsche Star Florian Lipowitz war lange in der Spitzengruppe vertreten, büßte aber am Ende zehn Sekunden ein. In der Gesamtwertung belegt er den achten Platz mit 45 Sekunden Rückstand. Engelhardt mit FluchtversuchDer neue deutsche Meister und Tour-Debütant Felix Engelhardt fuhr mit zwei anderen Mitstreitern in einer Spitzengruppe. Sie fuhren teilweise einen Abstand von fast vier Minuten heraus. Doch das kurz nach dem Start eingeleitete Unterfangen wurde rund 30 Kilometer vor dem Ziel beendet.Am Montag verlassen die Radprofis Barcelona und siedeln nach Frankreich in die Pyrenäen über. Allerdings bedrohen Waldbrände in Südfrankreich die dritte Etappe. Bis zum Abend werde entschieden, ob die Etappe wie geplant stattfinden kann, sagte der Präfekt des Departements Pyrénées-Orientales, Pierre Regnault de la Mothe, bei einer Pressekonferenz, wie die Zeitung „Le Parisien“ berichtete.Nach dem Start im spanischen Granollers geht es in den Skiort Les Angles. Auf Vingegaard & Co warten knapp 200 Kilometer und 3850 Höhenmeter. Vor dem Abschied aus Spanien ist der Col de Toses – ein Anstieg der ersten Kategorie – zu bewältigen.
Tour de France: Pogacars große Geste – „Fantastisch, wirklich fantastisch“, lobt Jan Ullrich - WELT
Nach dem Sieg von Team Visma beim Auftakt der Tour de France, schlugen Tadej Pogacar und UAE am Tag danach eindrucksvoll zurück. Der Superstar war am Montjuïc in Barcelona der mit Abstand Stärkste, überließ den Etappensieg aber einem Mannschaftskollegen.













