Für Bahnreisende war der Abend des 23. Juni 2026 kein schönes Erlebnis. Denn statt nach einem langen Tag endlich nach Hause fahren zu können, standen deutschlandweit die Züge der Deutschen Bahn still. Der Grund: Das digitale Funksystem GSM-R war ausgefallen. Die erste Störungsmeldung kam von der DB gegen 22:30 Uhr. Gegen 0:50 Uhr wurde der Fehler behoben und die Systeme waren wiederhergestellt.Anzeige

Deutsche Bahn: Was ist GSM-R?

Zwar meldet die Deutsche Bahn am Morgen des 24. Juni, dass der Bahnverkehr weitestgehend reibungslos anläuft, doch sind vereinzelte Einschränkungen weiterhin nicht auszuschließen. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender DB InfraGO, sagt zum Ausfall: „Ursächlich für die gestrige Störung des digitalen Bahnfunks GSM-R war aus derzeitiger Sicht der planmäßige Tausch einer technischen Komponente. Wie es dadurch genau zu der Störung kam, analysieren wir nun mit höchster Priorität. Wir entschuldigen uns in aller Form bei unseren Kundinnen und Kunden für die Einschränkungen“.

Aber warum kann der Ausfall eines einzigen Systems über etwas mehr als zwei Stunden so gravierende Folgen nach sich ziehen? Das liegt daran, dass GSM-R eine zentrale Rolle im alltäglichen Betrieb der Deutschen Bahn spielt. GSM-R steht für „Global System for Mobile Communication – Railway“ und ist ein digitaler Funkstandard, der nicht nur in Deutschland, sondern auch in weiten Teilen Europas und darüber hinaus genutzt wird.Anzeige