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WM 2026: Viagra für Englands Profis? Nicht mit Thomas Tuchel Live-Blog US-Botschaft warnt Staatsbürger vor WM-Achtelfinale Mexiko gegen England +++ Matthäus kritisiert Nagelsmann und hofft auf Klopp +++ Schweizer Nationalteam verstärkt Ziel von Hasskommentaren +++ Der Newsblog.

05.07.2026 - 12:53 Uhr aktualisiert Artikel anhörenThomas Tuchel bei der Pressekonferenz vor dem WM-Achtelfinale gegen Mexiko. Foto: IMAGO/Action PlusUS-Botschaft warnt Staatsbürger vor WM-Achtelfinale Mexiko gegen EnglandDie US-Botschaft in Mexiko-Stadt hat ihre Staatsbürger vor dem WM-Achtelfinale zwischen Mexiko und England zu besonderer Vorsicht aufgerufen. Die Partie wird in der Nacht auf Montag um 2.00 Uhr (MagentaTV) angepfiffen.In der Hauptstadt und landesweit werden an Fan-Festen, in Stadien und an öffentlichen Übertragungsorten den Angaben zufolge große Menschenmengen erwartet. Die US-Botschaft warnte, dass es bei jüngsten Public-Viewing-Veranstaltungen wegen Überfüllung zu Verletzten und Todesfällen gekommen sei.Die Botschaft warnte zudem vor möglichen Demonstrationen. US-Bürger wurden in der Mitteilung dazu aufgefordert, diese zu meiden. Nach mexikanischem Recht dürfen ausländische Staatsbürger nicht an politischen Demonstrationen teilnehmen. Verstöße könnten zu Festnahmen oder Abschiebungen führen.Matthäus kritisiert Nagelsmann und hofft auf KloppRekordnationalspieler Lothar Matthäus hat viele Fehler bei Julian Nagelsmann ausgemacht. Das gesamte Projekt sei „krachend gescheitert“, schrieb der 65-Jährige in der „Bild“. Die Mannschaft hatte „keine Führung auf dem Platz, keine spielerische Qualität, kein gutes Abwehrverhalten, kein Miteinander. Das war ein reiner Hühnerhaufen.“Nach dem WM-Aus in der ersten K.-o.-Runde gegen Paraguay war Nagelsmann nach einiger Überlegung von seinem Amt als Bundestrainer zurückgetreten. Nachfolger soll der frühere Liverpool- und BVB-Coach Jürgen Klopp werden. „Mit Klopp als Bundestrainer würde im deutschen Fußball ein anderer Wind wehen“, prognostizierte Matthäus.Joker-Rolle gegen Norwegen? Brasiliens Raphinha ist zurückBrasiliens angeschlagener Offensivstar Raphinha steht bei der Fußball-WM vor dem Comeback. Der 29-Jährige vom FC Barcelona mache „sehr gute Fortschritte“, sagte Trainer Carlo Ancelotti vor dem Achtelfinale gegen Norwegen am Sonntag (22.00 Uhr/MagentaTV) in East Rutherford. Er sei „zwar noch nicht bei hundert Prozent, könnte aber auf der Bank sitzen und ein paar Minuten spielen“, so der Coach über den Flügelspieler. Raphinha musste im zweiten Gruppenspiel gegen Haiti (3:0) wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt worden. Seitdem fehlte er dem Rekordweltmeister. Offensivstar Raphinha: Auf dem Weg der Besserung. apViagra für Englands Profis? Nicht mit Thomas TuchelAuf eines setzen Thomas Tuchel und seine Engländer in der Höhe von Mexiko-Stadt nicht: Viagra. Nachdem es in England Medienberichte gegeben hatte, die die Einnahme des Potenzmittels nahegelegt hatten, räumte Tuchel bei seiner Pressekonferenz im Aztekenstadion mit diesen Gerüchten und Spekulationen auf. Die Information habe ihn nicht erreicht, sagte der deutsche Coach der Three Lions amüsiert und betonte: „Das ist nicht wahr.“Unter anderem hatte die britische Boulevardzeitung „The Sun“ berichtet, dass Viagra nicht auf der Dopingliste stehen würde. Und Studien hätten gezeigt, dass es durch die Senkung des Blutdrucks in der Lunge den in großen Höhen auftretenden Ermüdungsgefühlen und Schwindel entgegenwirke. Anzeichen dafür, dass Tuchels Mannschaft Viagra nehmen würde, gebe es aber nicht, hieß es in der Zeitung.Thomas Tuchel: Weiß nichts von Viagra-Konsum im Team. ReutersSchweizer Nationalteam verstärkt Ziel von HasskommentarenDer Schweizerische Fußballverband sieht sich vermehrt mit Hasskommentaren in den sozialen Medien gegen das Nationalteam während der WM konfrontiert. „Leider können wir inzwischen abschätzen, wann die Gefahr einer Häufung solcher niederträchtigen Kommentare steigt“, sagte ein Medienverantwortlicher der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. „In diesem Fall werden die Kommentarspalten auf unseren Kanälen oft bereits proaktiv gesperrt.“Vor allem nach dem enttäuschenden Auftakt beim 1:1 gegen Katar habe es so viele diskriminierende Nachrichten gegeben, dass die Kommentarfunktion auf den Social-Media-Kanälen deaktiviert worden sei. „Auch, weil es bei einigen der Kommentare um die Hautfarbe oder Herkunft der Spieler ging.“ Sobald Kommentare den Straftatbestand der sogenannten Rassismusstrafnorm erfüllen, werden sie vom Schweizerischen Fußballverband an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet. Die Schweiz ist bei der WM nach wie vor noch im Turnier und trifft im Achtelfinale am Dienstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) im kanadischen Vancouver auf Geheimfavorit Kolumbien.Vor wenigen Tagen erst hatte der Weltverband FIFA mitgeteilt, dass rassistische Kommentare während der WM zugenommen haben. Elf Prozent aller als beleidigend eingestuften Beiträge seien auf eine Art rassistisch, hieß es unter Verweis auf die erhobenen Daten. Das sei ein Zuwachs um drei Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt bei der vergangenen WM in Katar im November und Dezember 2022. Den Angaben zufolge wurden 1.000 Accounts an Strafverfolgungsbehörden gemeldet. Zwei weitere Achtelfinals am SonntagAm Sonntag stehen die dritte und vierte Partie des Achtelfinals auf dem Programm. Um 22 Uhr deutscher Zeit duellieren sich zunächst Brasilien und Norwegen in New Jersey um den Einzug in die Runde der letzten Acht. In der Nacht auf Montag (2 Uhr deutscher Zeit) trifft Co-Gastgeber Mexiko auf England. Die Partie findet im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt statt.Mbappé trifft: Frankreich stoppt DFB-Schreck ParaguayDank eines Elfmeter-Tores von Kylian Mbappé hat Topfavorit Frankreich mit viel Mühe Deutschland-Schreck Paraguay niedergerungen und ist nur noch drei Siege vom dritten WM-Titel entfernt. Die Équipe Tricolore setzte sich im Achtelfinale gegen die Südamerikaner mit 1:0 (0:0) durch und trifft im Viertelfinale am Donnerstag auf Marokko.Nachdem Frankreich zuvor am Abwehr-Bollwerk der Südamerikaner verzweifelt war, verwandelte Mbappé (70. Minute) vor 68.324 Zuschauern in Philadelphia schließlich einen Strafstoß. Der Angreifer von Real Madrid kommt damit auf insgesamt 19 WM-Treffer und liegt nur noch ein Tor hinter dem argentinischen Rekordhalter Lionel Messi. Das Ziel, mit dem goldenen Pokal in der Hand Les Bleus zu verlassen, rückt für Frankreichs scheidenden Nationaltrainer Didier Deschamps immer näher. Für die Südamerikaner blieb die zweite Sensation nach dem Coup gegen Deutschland hingegen aus. Die Albirroja verpasste den Einzug ins Viertelfinale und damit die Chance, ihr bestes WM-Ergebnis von 2010 zu wiederholen.Samba trifft Wikinger: Brasilianer kopieren Ruder-GesangBrasilianische Fans haben vor dem WM-Achtelfinale gegen Norwegen den bekannten Ruder-Schlachtgesang der Wikinger mit einer Samba-Version aufgegriffen. Zu den Klängen des brasilianischen Funk-Hits „Dança do Créu“ ahmten sie die charakteristischen Ruderbewegungen der norwegischen Fußball-Fans nach, wie Videoaufnahmen aus New York zeigen.Mit dem schon legendären Jubel-Ruder-Ritual haben sich die Skandinavier vor und während der WM einen Namen gemacht. „Das Rudern ist ein Markenzeichen der norwegischen Fans geworden. Es gehört zu dieser WM. Andere Nationen machen es jetzt auch. Es ist etwas, woran man sich nach dem Turnier erinnern wird“, sagte Norwegens Coach Stale Solbakken bei der Pressekonferenz vor der Partie.Brasilianische Fans am Times Square in New York. dpaMitfavorit Marokko im WM-Viertelfinale – Kanada rausMarokko hat Co-Gastgeber Kanada aus dem Turnier geworfen und steht als erstes Team im Viertelfinale der Fußball-WM. Die Auswahl von Nationaltrainer Mohamed Ouahbi hatte beim 3:0 (0:0) in Houston allerdings mehr Mühe als erwartet. Azzedine Ounahi traf nach einer schwachen ersten Halbzeit zweimal (50. und 82. Minute). Soufiane Rahimi ließ Marokko in der Nachspielzeit noch einmal jubeln (90.+8).Nach Platz vier bei der WM 2022 wartet auf Marokko nun im Viertelfinale entweder der große Favorit Frankreich oder Deutschland-Bezwinger Paraguay. Offen ist, ob Bayern-Neuzugang Ismael Saibari dann wieder mitspielen kann – der Offensivstar musste verletzungsbedingt bereits in der 22. Minute ausgewechselt werden.Für Kanada endet dagegen das Turnier – das Team von Jesse Marsch verabschiedet sich aber immerhin mit dem Erfolg, dank der ersten WM-Punkte überhaupt so weit gekommen zu sein wie noch nie. Auf der Tribüne half auch die Anfeuerung von Eishockey-Ikone Wayne Gretzky als einer der 68.777 Zuschauerinnen und Zuschauer am Ende nichts. Klopps Ansagen aus New York und die Pläne der DFB-SpitzeDie Gestaltung einer DFB-Zukunft mit Jürgen Klopp nimmt nach dem nächsten WM-Flop der Fußball-Nationalmannschaft Fahrt auf. Der Wunschkandidat zeigt sich „bereit“. Und die DFB-Bosse planen nach der rasch vollzogenen Trennung von Julian Nagelsmann einen zeitnahen Trip zum Bundestrainer-Wunschkandidaten in die USA. Eine Agenda mit den zentralen Themen und Aufgaben ist für die kommenden Tage und Wochen fixiert.Die wichtigste Botschaft. „Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt, also ich bin bereit“, verkündete der 59-Jährige. „Der deutsche Fußball steht jetzt natürlich an einem Wendepunkt. Wir müssen jetzt Dinge grundlegend verändern“Jürgen Klopp sitzt während seiner damaligen Vorstellung als neuer Head of Global Soccer im Red Bull Hangar-7 dpaWM-Krimi: Argentinien braucht Verlängerung gegen Kap VerdeFußball-Weltmeister Argentinien hat das WM-Märchen von Kap Verde nur mit großem Zittern beendet. Der Titelverteidiger benötigte seinen Superstar Lionel Messi, eine 30-minütige Extrazeit und zwei überraschende Rückschläge, um den krassen Außenseiter in einem packenden und denkwürdigen Sechzehntelfinale mit 3:2 (1:1, 1:0) nach Verlängerung niederzuringen.Vor 64.478 Zuschauern in seiner Wahlheimat Miami schoss Messi in der 29. Minute bereits sein siebtes Tor bei diesem Turnier und sein 20. insgesamt bei einer WM. Nach der Pause bestrafte Deroy Duarte (59.) das erste Mal die argentinische Passivität.Auch in der Verlängerung kam der kleine Inselstaat nach dem 1:2 durch Lisandro Martinez (93.) noch einmal zurück. Denn der frühere Rot-Weiß-Erfurt- und Viktoria-Köln-Spieler Sidny Lopes Cabral gelang in der 103. Minute ein Traumtor. Argentiniens Treffer zum 3:2 wurde von der FIFA als Eigentor von Diney Borges gewertet in der 111. Minute - nach einem Eckball von Messi.Argentinischer Fußballstar Messi feiert den Sieg über Kap Verde. AFPPremierensieg im Elfer-Drama: Ägypten im AchtelfinaleÄgypten um Superstar Mohamed Salah hat mit dem ersten WM-K.-o.-Rundensieg auf dramatische Weise nationale Fußballgeschichte geschrieben. Der siebenmalige Afrika-Cup-Gewinner setzte sich im Sechzehntelfinale gegen Australien mit 4:2 im Elfmeterschießen durch und steht nach 92 Jahren wieder im Achtelfinale einer Weltmeisterschaft. Die Endrunde 1934 hatte damals direkt mit dem Achtelfinale begonnen. Den entscheidenden Elfmeter im Dallas Stadion vor 70.244 Zuschauern verwandelte Hossam Abdelmaguid. Für das Elfmeterschießen hatte Australiens Trainer Tony Popovic kurz vor Ende der Verlängerung den erfahrenen Torhüter Mathew Ryan für den bis dahin starken Patrick Beach eingewechselt – das zahlte sich nicht aus. Nach der regulären Spieldauer und der Verlängerung hatte es 1:1 (1:0) gestanden.Ägypten trifft im Achtelfinale auf den Sieger der Partie zwischen Argentinien mit Ausnahmekönner Lionel Messi und Außenseiter Kap Verde. Australien muss dagegen weiter auf den ersten K.-o.-Runden-Sieg bei Weltmeisterschaften warten.Ägyptens Teamdirektor gerät mit Sicherheitsdienst aneinanderIm Teamhotel der ägyptischen Mannschaft ist es vor dem WM-Sechzehntelfinale gegen Australien zu einem kuriosen Zwischenfall gekommen. Videos in sozialen Medien zeigten Rangeleien und hitzige Wortwechsel zwischen Sicherheitskräften und Mitgliedern der ägyptischen WM-Delegation. Mittendrin: Ibrahim Hassan, Zwillingsbruder von Trainer Hossam Hassan.Wie Medien berichteten, hinderte ein Security-Mitarbeiter nach Angaben des ägyptischen Fußballverbandes ein Kind daran, ein Foto mit den Spielern zu machen. Ibrahim Hassan sei daraufhin eingeschritten, um das Kind zu schützen. Dabei sei es zu einer kurzen Auseinandersetzung mit dem Sicherheitspersonal gekommen.Bundeskanzler Merz dankt Julian NagelsmannBundeskanzler Friedrich Merz hat den bisherigen Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann für seine Arbeit gewürdigt. „Der Bundeskanzler dankt Julian Nagelsmann für sein Engagement und den Einsatz in den letzten Jahren als Bundestrainer der Nationalmannschaft“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius. Zur Nachfolgefrage wollte er sich nicht äußern und verwies auf die Autonomie der Sportverbände in derartigen Personalfragen.Sport-Geschäftsführer Rettig verlässt DFB zum JahresendeSport-Geschäftsführer Andreas Rettig verlässt den Deutschen Fußball-Bund zum Jahresende. Dies gab der DFB in der Mitteilung zum Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem WM-Debakel bekannt. Keine Angaben machte der Verband zur Zukunft von Sportdirektor Rudi Völler. Der Weltmeister von 1990 war für Nagelsmann erster Ansprechpartner beim Verband. Der 63 Jahre alte Rettig habe während der Sitzung der Gesellschaftervertreter und des Aufsichtsrates erklärt, dass er seinen zum 31. Dezember 2026 auslaufenden Vertrag aus persönlichen Gründen nicht verlängern werde. Darüber habe er den DFB-Präsidenten Bernd Neuendorf bereits vor Beginn der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft informiert.Nagelsmann tritt zurück – Verhandlungen mit KloppJulian Nagelsmann ist nicht mehr Bundestrainer - und Jürgen Klopp steht als Nachfolger bereit. Der 38-jährige bisherige Chefcoach der Nationalmannschaft erklärte wenige Tage nach dem Aus im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay seinen sofortigen Rücktritt, wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll ihm dieser Schritt von der DFB-Spitze während eines Krisentreffens am Donnerstag nahelegt worden sein.„Hinsichtlich der Neubesetzung des Trainerpostens wird die DFB-Spitze nunmehr das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen. Er hat bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert“, hieß es in einer DFB-Mitteilung.Der 59-jährige Klopp ist seit Januar 2025 als Head of Global Soccer für die Red Bull GmbH tätig. Davor war Klopp als Trainer sehr erfolgreich bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool. Mit dem BVB wurde er deutscher Meister, mit Liverpool gewann er den englischen Titel und 2019 die Champions League. Derzeit ist er als Experte für MagentaTV in Amerika im Einsatz.