Analyse

Stand: 04.07.2026 • 20:11 Uhr

Die AfD versucht auf ihrem Parteitag in Erfurt, nicht allzu radikal aufzutreten. Das gelingt mal mehr, mal weniger. Querelen und kritische Debatten will man vermeiden und sich als geordnete Volkspartei inszenieren.

Der AfD-Parteitag beginnt überraschend. Nämlich pünktlich um 10 Uhr. Trotz Protesten und Blockaden von Gegnern in Erfurt. Man sei eben früher aufgestanden, sagt Co-Parteichef Tino Chrupalla. "Die Randalierer von der Antifa haben ihr eigenes Störmanöver verschlafen. Wir können hier heute pünktlich starten."

Pünktlichkeit bedeutet auch: Professionalität. Das ist eine Botschaft, die die in Teilen gesichert rechtsextremistische Partei ausstrahlen will. Sie hat viele Chaos-Parteitage hinter sich. Diesmal aber soll alles anders werden, geordneter. "Unsere Partei ist einig wie nie zuvor", sagt Chrupalla.