Begleitet von Protesten des Aktionsbündnisses „Widersetzen“ hat die AfD am Sonnabend ihren Parteitag der AfD in Erfurt eröffnet. Das konnten auch Sitzblockaden vor dem Erfurter Messegelände nicht verhindern. Hier halten wir Sie über das Geschehen auf und um den Parteitag der AfD auf dem Laufenden. 13:48 Uhr: Mehrere Journalisten bei Protesten gegen AfD-Bundesparteitag verletzt Bei Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt sind mehrere Journalisten verletzt worden, wie die Deutsche Presse-Agentur meldet. Ein Reporterteam des rechten Online-Magazins „Apollo News“ sei von Demonstranten attackiert worden, berichtete das Portal. Der Chefredakteur schrieb auf der Plattform X, einem seiner Mitarbeiter sei dabei gegen den Hinterkopf getreten worden. Die Polizei konnte den konkreten Vorfall zunächst nicht bestätigen. Bei den Protesten gegen den AfD-Parteitag kam es auch zu körperlichen Auseinandersetzungen, vereinzelt wurden Gegenstände wie Flaschen geworfen. © AFP/Ralf Hirschberger Zuvor hatte die Polizei berichtet, dass zwei Journalisten durch Flaschenwürfe aus einer Versammlung heraus verletzt worden seien. Ein Journalist wurde demnach mit einem Krankenwagen zur weiteren Behandlung weggebracht. Die Polizei machte zunächst keine Angaben dazu, für welches Medium die Reporter arbeiteten. Alice Weidel nach ihrer Rede beim Bundesparteitag der AfD. © dpa/Katharina Kausche 13.40 Uhr: Alice Weidel kann Ergebnis als Parteichefin verbessern Alice Weidel wird mit 81,3 Prozent der Delegiertenstimmen als AfD-Chefin bestätigt. Damit schneidet sie nicht nur deutlich besser ab als ihr Co-Chef Tino Chrupalla. Sie kann auch ihr eigenes Ergebnis verbessern: Auf dem AfD-Parteitag in Essen 2024 hatte sie mit knapp 80 Prozent (79,77) noch hinter Chrupalla gelegen, nun wurde ihre Stellung in der Partei deutlich gestärkt. 13.22 Uhr: Dämpfer für AfD-Chef Tino Chrupalla Tino Chrupalla wird mit 70,05 Prozent als AfD-Chef vom Parteitag bestätigt. Es gab keine Gegenkandidaten. Das Ergebnis ist ein deutlicher Dämpfer für den Parteivorsitzenden, der die AfD zusammen mit Alice Weidel führt: 2024 in Essen war er noch mit 82,72 Prozent der Delegiertenstimmen gewählt worden. 13.10 Uhr: Wichtige Wahlen stehen an Beim Parteitag wird es jetzt spannend, meldet unsere Reporterin Stefanie Witte: Die Wahl des Bundesvorstands hat begonnen. Zuerst stellt sich Tino Chrupalla zur Wiederwahl. Während er spricht, dringen hin und wieder dumpfe Geräusche – mutmaßlich von der Demonstration draußen – in die Halle. Deutschland-Fahnen sind beim Bundesparteitag der AfD allgegenwärtig. © dpa/Katharina Kausche 12:30 Uhr: SPD, Linke, Grüne und DGB protestieren gemeinsam Thüringens Ex-Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) betont bei einer Protestveranstaltung gegen den AfD-Parteitag die Weltoffenheit Erfurts. „Diese Stadt steht für Freiheit, diese Stadt steht für Vielfalt, diese Stadt steht für ein gemeinsames buntes Leben“, sagt er bei der Veranstaltung in der Nähe des Parteitags. Die Linke wertet die massiven Kundgebungen gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt als Erfolg. Der Linken-Bundestagsabgeordnete Luke Hoß spricht in Erfurt von einem „riesigen Erfolg“ – auch wenn das Ziel des Bündnisses „Widersetzen“, den Parteitag komplett zu verhindern, nicht erreicht wurde. „Von einem Scheitern kann keine Rede sein“, sagt Hoß der Nachrichtenagentur AFP. Die Zivilgesellschaft habe massiv mobilisiert und „gezeigt, dass sie einer faschistischen Partei Einhalt gebietet“. Gemeinsamer Protest: Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt, Bodo Ramelow (Linke), Vizepräsident des Deutschen Bundestages, und Carsten Schneider (SPD), Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, am Sonnabend bei einer Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gegen den AfD-Bundesparteitag. © dpa/Martin Schutt Der aus Erfurt stammende Bundesumweltminister Carsten Schneider lobt bei einer Kundgebung den Zusammenhalt der Demonstranten. Die AfD sei kein Ost-Phänomen. „Das ist ein Thema, das ganz Deutschland bedroht. Und deshalb ist es gut, dass wir hier heute zusammenstehen“, sagt der SPD-Politiker nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur vor mehreren Tausend Zuhörern.Auch DGB-Chefin Yasmin Fahimi unterstützt den Protest gegen den AfD-Bundesparteitag. „Wir machen heute deutlich, dass Erfurt nicht ein Ort irgendeines Parteitags ist, sondern Erfurt ist heute ein Ort des Widerstands“, sagt Fahimi bei einer Protestveranstaltung in der Nähe des AfD-Parteitags. Ein Verfahren zum Verbot der Partei müsse jetzt aus den Ländern heraus auf den Weg gebracht werden. 12:20 Uhr: Ulrich Siegmund wird gefeiert Während drinnen in der Halle die Finanzverantwortlichen ihren Rechenschaftsbericht ablegen, gibt es draußen Bockwurst und Thüringer Bratwurst. Der Spitzenkandidat für Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, kann sich kaum bewegen, muss alle paar Meter Autogramme geben und Selfies machen, berichtet unsere Reporterin Stefanie Witte. Sachsen-Anhalts AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund auf dem Parteitag. © Stefanie Witte Unter denjenigen, die ein Foto machen wollen, ist auch Jürgen Treutler, der vor zwei Jahren vom Thüringer Landesverfassungsgericht gezwungen werden musste, die konstituierende Sitzung des neu gewählten Thüringer Landtags ordnungsgemäß zu leiten. 11.55 Uhr: Weidel sieht AfD als den „politischen Taktangeber im Bund“ Angesichts der guten Umfragewerte erhebt die AfD-Vorsitzende Alice Weidel einen Führungsanspruch für ihre Partei. „Wir sind die neue Volkspartei in Deutschland“, sagt Weidel in ihrer Rede beim Parteitag in Erfurt. „Die AfD ist bereit, Verantwortung zu übernehmen, weil wir es, weil die Deutschen, weil Deutschland es verdient hat, gut regiert zu werden.“ Die AfD sei inzwischen der „politische Taktangeber im Bund“. In vielen Bundesländern sei sie „stärkste Kraft oder zweitstärkste Kraft.“ Alice Weidel am Sonnabend bei ihrer Parteitagsrede. © AFP/JOHN MACDOUGALL Weidel richtet eine Kampfansage an politische Gegner und Gegendemonstranten. „Ihr werdet uns nicht kleinkriegen! Ganz im Gegenteil, wir werden immer stärker und größer!“, ruft sie unter großem Jubel in den Saal. Sie fordert ihre Partei dazu auf, das Land in Schwarz-Rot-Gold zu tauchen. Viele Delegierte schwenken Deutschland-Fahnen.Weidel sagt, aktuell habe die AfD 75.000 Mitglieder, ein deutlicher Anstieg. Ende 2024 waren es noch gut 50.000. Weidel zeigt sich überzeugt, dass man schnell die 100.000 knacken werde. Die politischen Gegner hätten der AfD den Tod vorausgesagt. Das Gegenteil sei der Fall. Man sei auf Wachstumskurs und bereit, Verantwortung zu übernehmen. 11:20 Uhr: Höcke erklärt Brandmauer für gescheitert und attackiert „bunte Zivilgesellschaft“ Der thüringische AfD-Chef Björn Höcke erklärt in seiner Rede die Strategie der Ausgrenzung seiner Partei für gescheitert. „Die Brandmauer hat uns groß gemacht“, sagt der rechtsextreme Politiker in seinem Grußwort an den AfD-Bundesparteitag in Erfurt. „Jetzt sind wir stärkste Kraft in Deutschland und werden in Kürze die ersten Regierungschefs im Osten begrüßen dürfen.“ © dpa/Katharina Kausche Wenn wir regieren, dann wird der bunten Zivilgesellschaft der Steuerstecker gezogen.Björn Höcke, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag und Sprecher des Landesverbands AfD ThüringenIn seiner Rede beschwört Höcke die Rückbesinnung auf eine nationale Identität und ein Konzept der „Volkssouveränität“, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Und er erteilt der „bunten Zivilgesellschaft“ eine scharfe Absage.„Diese bunte Zivilgesellschaft, die simuliert Volk und simuliert Mehrheit“, sagt Höcke. „Aber sie ist nicht Volk und sie ist nicht Mehrheit. Sie ist nur das Vorfeld der Kartellpartei.“ Der AfD-Politiker wirft den anderen Parteien vor, mit hunderten Millionen Euro an Steuergeldern zivilgesellschaftliche Organisationen zu stützen. Die AfD werde dies unterbinden, sobald sie an der Macht sei: „Wenn wir regieren, dann wird der bunten Zivilgesellschaft der Steuerstecker gezogen“, droht Höcke. Aktivisten von „Widersetzen“ beraten sich, ob sie die Blockade auf der A71 westlich von Erfurt auflösen sollen. © Jan Krüßmann 11:05 Uhr: Straßenblockierer ziehen gemischte Bilanz und machen sich teilweise auf den Weg in die Innenstadt Auf den Zufahrtsstraßen nach Erfurt ist die Lage ruhig, berichtet unser Reporter Jan Krüßmann, der bei der großen Protestgruppe auf der Bundesstraße B7 ist: „Viele würden gern Richtung Erfurt laufen, dürfen sie aber nicht.“ Demonstranten sitzen in Gruppen auf der Straße und warten ab.Einerseits ist Resignation spürbar, dass der Plan nicht wirklich aufgegangen ist, den AfD-Parteitag nachhaltig zu stören. Trotzdem sei es aus Sicht der Protestierenden ein Erfolg, dass so viele Menschen gekommen seien, um sich der AfD entgegenzustellen. © Jan Krüßmann Die Protestgruppe, die die Autobahn blockiert hatte, macht sich derweil auf den Weg in die Stadt, um dort weiter zu demonstrieren. 11 Uhr: Höcke fordert eine „objektive Berichterstattung“ von der Presse Auf den Fluren rund um die Veranstaltungshalle ist es jetzt ruhig, berichtet unsere Reporterin Stefanie Witte. Delegierte und Journalisten sind in der Halle. Der Thüringer Landeschef Björn Höcke begrüßt gerade die Anwesenden – nicht ohne einen Seitenhieb auf die Presse: Höcke fordert objektive Berichterstattung über den Parteitag und sich selbst und sagt: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Geraune und Lachen im Saal.Während Höcke spricht, fährt eine Delegierte mit Kind im Kinderwagen hinten an den Reihen vorbei, direkt vor der Grenze zwischen Delegierten und Journalisten. Doppeltes blaues Absperrband trennt den Pressebereich vom Rest der Halle. 10:50 Uhr: Höcke beugt sich bei Umgang mit extremistischen Organisationen der Parteiführung Der Antrag des rechtsextremen Thüringer Landesparteichefs Björn Höcke auf Überarbeitung der so genannten Unvereinbarkeitsliste mit extremistischen Organisationen wurde zurückgezogen, meldet unsere Reporterin Stefanie Witte. Damit hat sich Höcke dem Willen der Parteispitze gebeugt, analysiert die Nachrichtenagentur AFP. Offenbar auf Druck der Parteiführung zog eine Gruppe von Delegierten um Höcke demnach ihre Anträge zurück. Damit sollte der Bundesvorstand beauftragt werden, „die Unvereinbarkeitsliste (UVL) binnen eines Jahres zu überarbeiten“.Die Liste regelt bislang, welchen extremistischen Organisationen Parteimitglieder nicht angehören dürfen, etwa der rechtsextremen „Identitären Bewegung“. Höcke setzt sich dafür ein, dass sich die Partei stärker für Mitglieder aus dem radikalen Milieu öffnet. Die Parteispitze um Weidel und Chrupalla wollte eine Debatte über rechtsextreme Splittergruppen jedoch verhindern. Weidel sagte vor den Delegierten in Erfurt, der neu gewählte Bundesvorstand werde sich des Themas sofort annehmen und „innerhalb eines Jahres selbstverpflichtend die Unvereinbarkeitsliste überarbeiten mit einem klaren Kriterienkatalog.“Die Antragsteller hätten hier „zugegebenermaßen einen Punkt“, sagte die Ko-Parteichefin. „Der Bundesvorstand hätte das schon längst gemacht. Und ich muss zugeben, wir haben das ein bisschen vor uns hergeschoben.“Höcke ist seit 2013 Vorsitzender des AfD-Landesverbands, der vom Thüringer Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird. Seit 2014 ist er Fraktionschef im Landtag in Erfurt. 10:43 Uhr: Chrupalla beschwört Einheit der AfD-Parteispitze „ein Herz und eine Seele“ Zum Auftakt des AfD-Parteitags in Erfurt beschwört Ko-Parteichef Tino Chrupalla die Einigkeit in der Parteiführung, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Die Doppelspitze mit Alice Weidel sei „ein Erfolgsduo, wie es die deutsche Politik selten gesehen hat“, sagt Chrupalla. „Wir waren, wir sind und wir bleiben ein Herz und eine Seele. Ein Herz, das für Deutschland schlägt, und eine Seele, die für Deutschland lebt.“ Alice Weidel, Bundesvorsitzende und Fraktionsvorsitzende der AfD, und Tino Chrupalla, Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion, am Sonnabend in Erfurt. © dpa/Katharina Kausche Diese Einheit wolle die Partei auf das Land übertragen. „Zuerst das Land. Dann die Partei, dann die Person.“ Mit Blick auf die geplanten Vorstandswahlen mahnt der Ko-Parteichef: „Nur wer etwas geleistet hat, darf auch berufen werden. Darf hohe Verantwortung tragen. Das muss für die Nationalmannschaft ebenso gelten, wie für den Bundesvorstand der Alternative für Deutschland.“ Die AfD sei bereit zur Übernahme von Regierungsverantwortung. „Wir werden gewinnen“, sagt Chrupalla. „Vielleicht können wir bald schon allein regieren“, fügt er mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern hinzu. „Das wäre das richtige Zeichen an die Demokratieverächter, die da draußen unseren Parteitag verhindern wollten.“Vor allem Verweise auf Sachsen-Anhalt und den dortigen AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund lösen in der Messehalle Jubel aus. Die AfD steht in Sachsen-Anhalt in Umfragen klar auf Platz 1 – eine absolute Mehrheit für die AfD scheint nicht gänzlich ausgeschlossen.Die AfD-Vorsitzenden Weidel und Chrupalla stellen sich der Wiederwahl, auch der gesamte Parteivorstand muss turnusgemäß neu gewählt werden. „Das Gremium, das wir heute hier wählen, wird Deutschlands Zukunft mitbestimmen“, sagt Chrupalla. 10:35 Uhr: Pünktlicher Beginn ist für die AfD neu Es ist tatsächlich ungewöhnlich, dass der AfD-Parteitag so pünktlich beginnen konnte. Sowohl der Bundesparteitag im sächsischen Riesa, als auch der Gründungskongress der „Generation Deutschland“ in Gießen starteten mit mehreren Stunden Verspätung durch großflächige Blockaden um die jeweiligen Veranstaltungsorte. So sieht es am Samstagmorgen in der Messehalle von Erfurt aus. © Stefanie Witte Rund ein Viertel der Erfurter AfD-Delegierten soll im Tagungshotel nebenan übernachtet haben und war damit also schon auf dem Gelände, berichtet unsere Reporterin Stefanie Witte, die den Parteitag aus der Messehalle beobachtet. Dort arbeitet die Partei nun ihre Tagesordnung ab und wählt den Wahlleiter. 10:30 Uhr: Polizei dankt Demonstranten Die Polizei Thüringen dankt via X den Demonstranten für freigehaltene Rettungswege. „Weiterhin viele Versammlungen in und um Erfurt. Positiv hervorzuheben ist, dass bei Sitzblockaden Rettungswege freigehalten wurden. Vielen Dank dafür!“, schreibt die Behörde. © dpa/Michael Reichel 10:27 Uhr: Aktivisten berichten von Pfefferspray-Einsatz Das Aktionsbündnis „widersetzen“ berichtet in ihrem Liveticker vom Einsatz von Pfefferspray durch Polizisten am Gothaer Platz. Die Polizei hat sich dazu bisher nicht geäußert. Blockade am Gothaer Platz in Erfurt. © AFP/Ralf Hirschberger 10:12 Uhr: Parteichef Chrupalla eröffnet Parteitag Allen Protesten zum Trotz beginnt die AfD fast pünktlich mit ihrem Parteitag in den Erfurter Messehallen. Den Auftakt macht der Bundessprecher Tino Chrupalla mit Seitenhieben gegen die politischen Gegner. Bis 2029 werde man die Werte der CDU halbiert haben, kündigt der Sachse an. Den AfD-Parteitag können Sie bei „phoenix“ verfolgen. Der Nachrichtensender überträgt den gesamten Tag live von der Erfurter Messe.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. 09:56 Uhr: Demonstranten wollen Blockade selbst auflösen Eine Aktivistengruppe, die aktuell die A71 blockiert, bereitet sich vor, die Blockade aufzulösen und stattdessen zur DGB-Demonstration in die Innenstadt aufzubrechen. Entsprechende Absprachen mit der Polizei laufen gerade, berichtet unser Reporter. Da es mehrere Blockadepunkte auf der A71 gibt, dürfte die Autobahn dennoch dicht bleiben. Konvoi der Bremer Polizei auf der A71. © IMAGO/5VISION.NEWS/IMAGO/5VISION.NEWS 09:50 Uhr: Linke Aktivisten blockieren auch Journalisten Von der Straßenbahnhaltestelle Gothaer Straße, die von „Widersetzen“ blockiert wird, führt eine Straße zum Messegelände. Auch Journalisten, die vom AfD-Parteitag berichten, müssen hier entlang. Doch wie schon bei vorherigen Parteitagen kommt es zu Problemen, berichtet unsere Reporterin Stefanie Witte von vor Ort.„Den Demonstranten in den gelben Westen genügt es nicht, wenn man sagt, man sei von der Presse. Sie versuchen, jeden aufzuhalten“, berichtet sie. Schließlich sorgt die bereitstehende Polizei durch körperlichen Einsatz dafür, dass die Demonstranten zur Seite gehen und die Presse durchgelassen wird. Bei AfD-Parteitagen in der Vergangenheit kam es bereits zu Situationen, in denen Demonstranten Reporter nötigten, ihre Presseausweise vorzuzeigen. 09:41 Uhr: Pyro am Erfurter Kreuz Nördlich des Autobahnkreuzes Erfurt blockieren Aktivisten weiterhin die Fahrbahn. © dpa/Michael Reichel Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. 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Nicht viel los im Erfurter Zentrum. © TSP/Jan Krüßmann 09:30 Uhr: Die klassische rechte Streamer-Melange mischt mit Auch für all jene, die nicht in Erfurt sind, lässt sich das Geschehen an verschiedenen Blockadepunkten aus der Ferne beobachten. Dutzende Streamer sind in der Stadt unterwegs und senden die Bilder des Protestgeschehens live ins Internet. Die meisten dieser Streamer bezeichnen sich selbst als Journalisten und sind der rechten Szene zuzuordnen. Darunter unter anderem „Björn Banane“, der für die Brandenburger AfD-Fraktion arbeitet und sich trotzdem als neutraler Berichterstatter sieht. Ebenfalls in Erfurt unterwegs ist der ehemalige NPD-Kader und Rechtsextremist Sebastian Schmidtke, der ebenfalls livestreamt. Proteste in Erfurt. © AFP/Ralf Hirschberger 09:13 Uhr: Ermittler stellen Farbbeutel sicher © dpa/Sebastian Kahnert Das mit Farbe angegriffene Bürgerbüro der AfD. © dpa/Sebastian Kahnert 09:11 Uhr: Neuer Blockadeversuch am Sonntag? Der AfD-Parteitag zieht sich über das gesamte Wochenende. Werden die Aktivisten also versuchen, am Sonntag erneut zu blockieren? Eher nein, zeigen die Erfahrungswerte der vergangenen Jahre. Ein Großteil der etwa 250 Reisebusse von „Widersetzen“ wird im Laufe des Samstags wieder die Rückreise antreten. Der Fokus der Aktionen liegt ganz klar auf dem ersten Tag des AfD-Parteitags. 09:06 Uhr: Aktivisten kleben sich an Straßenbahngleise © REUTERS/THILO SCHMUELGEN Die „Letzte Generation“ lässt grüßen: Mit einer Sand-Klebe-Mischung haben sich Aktivisten an Gleise der Erfurter Straßenbahn geklebt. © REUTERS/THILO SCHMUELGEN 08:58 Uhr: Polizei spricht mittlerweile von 20.000 Demonstranten In und rund um Erfurt sind mittlerweile 20.000 Demonstranten unterwegs, schätzt die Thüringer Polizei. Auch wenn sich die Zahl im Unterschied zur letzten Schätzung erhöht hat, bleibt sie bisher weit unter den Erwartungen des Anti-AfD-Bündnisses, das mit 50.000 bis 80.000 Demonstranten gerechnet hatte. Massives Polizeiaufgebot in Erfurt. © AFP/JOHN MACDOUGALL „Protest ist legitim. Deshalb gehen wir mit Blockaden im Stadtgebiet und Umland versammlungsfreundlich und kommunikativ um. Räumungen erfolgen erst, wenn mehrere Gespräche zur Auflösung erfolglos bleiben“, schreibt die Polizei Thüringen derweil auf X. Tatsächlich scheint die Stimmung an vielen Versammlungsorten aktuell größtenteils entspannt und weit entfernt von prognostizierten „bürgerkriegsähnlichen Zuständen“. 08:47 Uhr: Blockadepläne von „Widersetzen“ scheitern Auch wenn es das Anti-AfD-Bündnis bisher nicht wahrhaben will: Das selbst gesteckte Ziel, den Parteitag der AfD in Erfurt zu verhindern, bleibt erfolglos. In einer verschickten Pressemitteilung von „Widersetzen“ heißt es: „Mehrere Tausend Aktivist*innen blockieren in diesen Minuten die Autobahn A71 und Bundesstraße B7 zum AfD-Bundesparteitag in Erfurt. An mindestens vier Standorten sitzen tausende Aktivist*innen auf der Fahrbahn. Damit hat das Aktionsbündnis sein Ziel erreicht: Über die zentralen Anfahrtsrouten ist kein Durchkommen zum Parteitag mehr möglich.“ Anti-AfD-Protest auf der B7. © Jan Krüßmann Blockade auf der A71. © dpa/Michael Reichel Doch das ist schlicht falsch. Ein Großteil der AfD-Delegierten ist bereits im Veranstaltungsort des Parteitags eingetroffen. Ein massives Polizeiaufgebot sorgte für eine sichere Anreise. Dazu kam ein Trick der Polizei, die den Parteimitgliedern offenbar eine besonders frühe Anreise empfahl. Auch die „Widersetzen“-Aktivisten waren wie gewohnt früh unterwegs. Aber als die Demonstranten um 5 Uhr aus den Reisebussen stiegen, war die AfD-Anreise bereits im vollen Gange. 08:35 Uhr: Wenig Anreisehindernisse für AfD Wie berichtet ist ein Großteil der AfD-Delegierten bereits in den Messehallen eingetroffen. Darunter ist auch eine Gruppe aus Berlin, um den Vorsitzenden der „Generation Deutschland“ in der Hauptstadt, Martin Kohler. Er zeigt sich in einem Video auf X gemeinsam mit den Berliner Abgeordneten Jan Streeck und Jeannette Auricht aus Marzahn-Hellersdorf vor dem Sonnenaufgang auf dem Messeparkplatz. 08:25 Uhr: Polizei lässt viele Blockaden gewähren In den Erfurter Vororten, vor allem westlich der Messehallen, unternimmt die Polizei aktuell keine wesentlichen Versuche, Blockaden aufzulösen oder zu räumen. An der B7 brachen Beamte eine Maßnahme ab, da die Polizei im Vergleich zu den Demonstranten weit in der Unterzahl war. Ein ähnliches Bild ergebe sich in Bindersleben in der Nähe des Erfurter Flughafens: „Hier rückte die Polizei erst ab und kam etwa eine Viertelstunde später mit mehreren Mannschaftswagen zurück, nur um kurz darauf wieder wegzufahren“, berichtet unser Reporter vor Ort Sitzblockade auf der B7 bei Frienstedt. © dpa/Sebastian Münster 08:20 Uhr: Blockaden öffnen sich für Rettungsgassen Die „Widersetzen“-Aktivisten bereiten sich in Trainings langfristig auf Blockadeaktionen wie jene in Erfurt vor. Teil der Vorbereitung ist es auch, das Prinzip der Rettungsgasse zu verinnerlichen. Heißt: Sobald ein Rettungswagen oder Notarzt im Einsatz auf eine der menschlichen Blockaden zufährt, öffnen die Demonstranten die Straße für eine Rettungsgasse, um sie direkt dahinter wieder zu schließen.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. 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Auch von Farbbeutelwürfen gegen Beamte ist die Rede.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. 08:07 Uhr: AfD-Parteitag kann „wie geplant beginnen“ Die Thüringer Polizei geht davon aus, dass der Bundesparteitag der AfD nach aktuellem Stand wie geplant um 10 Uhr beginnen soll. Tatsächlich soll sich ein Großteil der Delegierten bereits innerhalb der Erfurter Messehallen befinden, bestätigt nun auch die Polizei. Insgesamt spricht die Behörde von 15.000 Demonstranten, die zurzeit in und um Erfurt unterwegs seien. Frühe Anreise: Viele AfD-Delegierte sind schon da. © dpa/Martin Schutt 08:00 Uhr: Weitere Blockade auf Bundesstraße Anti-AfD-Protest auf der B7. © Jan Krüßmann Unser Reporter Jan Krüßmann ist derzeit in den Vororten von Erfurt unterwegs. Auf der Bundesstraße 7, westlich des Veranstaltungsorts, hat er eine weitere Blockade von „Widersetzen“-Aktivisten dokumentiert.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. 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Ziel ist es, neuralgische Verkehrsknotenpunkte, die auf den Anfahrtswegen der AfD-Delegierten liegen, zu blockieren. Das Aktionsbündnis „wiedersetzen“ spricht aktuell von acht bestehenden Blockaden. Aktivisten von „Widersetzen“ auf einer Landstraße vor Erfurt. © REUTERS/Christian Mang 07:34 Uhr: Polizei gibt Lageupdate Die Thüringer Polizei informiert seit den frühen Morgenstunden über die Situation in Erfurt in den sozialen Netzwerken. Derzeit laufen sieben Aufzüge und Versammlungen mit etwa 4000 Teilnehmern, sagt Sprecher Patrick Martin. Weitere Teilnehmer seien auf dem Weg zu den Versammlungsorten. Mehrere Blockaden beschäftigen die Beamten derzeit. Die größte mit 1000 Personen findet auf der Fahrbahn der A71 statt, die unweit der Messehallen verläuft und als möglicher Anfahrtsweg für AfD-Delegierte gilt. 07:28 Uhr: AfD schon jetzt beschlussfähig Viele der hunderten AfD-Delegierten haben offenbar aus den Erfahrungen der vergangenen Parteitage ihre Anreise schon mitten in der Nacht begonnen. Bereits jetzt sei mindestens die Hälfte aller Delegierten in der Erfurter Messehalle eingetroffen, berichtet die „Thüringer Allgemeine“ und bezieht sich auf ein Statement des Thüringer AfD-Fraktionsvize Daniel Haseloff. Auch „Stern“-Reporter Martin Debes schreibt auf X, dass der Veranstaltungsort des Parteitags, die Messehalle, bereits gut gefüllt sei. Bis zum offiziellen Beginn des Parteitags sind es noch mehr als zweieinhalb Stunden. 07:00 Uhr: Landstraße besetzt Da das Autobahnkreuz unzugänglich ist, besetzt eine Gruppe Aktivisten stattdessen eine Landstraße westlich von Erfurt. 6:18 Uhr: Hohe Polizeipräsenz in und um Erfurt In den westlichen Vororten Erfurts rund um die A71 ist die Polizeipräsenz hoch. Überall sind Hundertschaften aus verschiedenen Bundesländern postiert. Die Zufahrten zu wichtigen Autobahnkreuzen sind weiträumig abgesperrt.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Im Vorort Frienstedt versuchte eine Gruppe von Demonstranten über einen Feldweg in Richtung Autobahn zu gelangen. Die Polizei verhinderte dies jedoch. An anderer Stelle waren die Aktivisten laut eigenen Angaben erfolgreicher: Weiter nördlich sind sie auf die A71 vorgedrungen.
AfD bestätigt Parteichefs: Dämpfer für Chrupalla, Weidel gestärkt
Trotz Protesten von Aktivisten hat die AfD am Sonnabend ihren Parteitag in Erfurt planmäßig begonnen. Verfolgen Sie das Geschehen hier live.











