Mit großen Schritten, im Gesicht ein breites Grinsen, federt Ulrich Siegmund durch das Foyer der Erfurter Messehalle. Der junge AfD-Hoffnungsträger schüttelt Hände, klopft auf Schultern und versichert Journalisten, dass es ihm ganz wunderbar gehe. Kurz darauf zieht der Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an der Seite von Parteichefin Alice Weidel in den Saal ein, in Richtung der strahlend blauen Bühne, vorbei an den 600 Delegierten, die hier den Bundesparteitag der AfD abhalten wollen. »Unser Ministerpräsident« wird Weidel ihn später in einer Rede nennen.