Rund 600 Delegierte aus den Landesverbänden wählten in Erfurt den Bundesvorstand. Das Ergebnis zeigt: Die Partei setzt an ihrer Spitze auf personelle Kontinuität, öffnet sich aber gleichzeitig für eine neue Generation – und der Osten baut seinen Einfluss weiter aus.

Die West-Ost-Doppelspitze bleibt bestehen: Alice Weidel und Tino Chrupalla bleiben an der Spitze der AfD. AfD-Chef Chrupalla selbst inszenierte die Einheit als Erfolgsmodell und bezeichnete die Doppelspitze mit Alice Weidel als „ein Erfolgsduo“. Zugleich betonte er, dass der neu gewählte Bundesvorstand an die Arbeit des bisherigen Vorstands anknüpfen müsse.

Mit der Wahl von Katrin Ebner-Steiner, Landesverband Bayern, zur stellvertretenden Bundessprecherin „verdoppelt“ sich der Frauenanteil im Vorstand. Neben Parteichefin Alice Weidel ist Ebner-Steiner damit die zweite Frau im 14-köpfigen Führungsgremium. Der Bundesvorstand ist nach wie vor klar männlich dominiert.

Deutliche Verjüngung durch Nachwuchspolitiker

Auffällig ist die generationelle Öffnung: Mit Alexander Jungbluth, stellvertretender Bundesschatzmeister, Dennis Hohloch, Schriftführer, Jean-Pascal Hohm, Maximilian Kneller und Micha Fehre, jeweils Beisitzer, sind von nun an fünf Nachwuchspolitiker Teil des Führungsgremiums.