Charlton? Shearer? Beckham? Kane! Englands Fußball-Ikone Gary Lineker hat sich in der Frage nach Englands bestem Fußballer aller Zeiten klar positioniert. „Harry Kane ist der beste, den wir jemals hervorgebracht haben“, behauptete der 65-Jährige gegenüber der britischen Zeitung The Sun. Entgegen der weitläufigen Meinung sei der Bayern-Star „nicht nur Englands bester Torjäger“, sondern verkörpere eben auch im Gesamtpaket als „kompletter Spieler“ absolute Weltklasse.„Wir sprechen hier von der Qualität seines Allroundspiels, nicht unbedingt nur von den Zahlen, die natürlich unglaublich sind“, schwärmte Lineker weiter. „Die Art, wie er sich in den freien Raum fallen lässt und dann den Ball hält, sein Gespür für den richtigen Pass und seine Spielübersicht – all das ist unglaublich.“ Zudem verzücke ihn seine Abschlussstärke – ob im Eins-gegen-Eins, von außerhalb des Strafraums oder in der Luft. „Harry hat einfach alles. Das Einzige, was ihm wahrscheinlich fehlt, ist etwas an Tempo“, schloss Lineker anerkennend.Der einstige Stürmer gilt selbst als einer der begnadetsten Fußballer aus dem Mutterland des Fußballs. In 80 Spielen für die Three Lions erzielte er 48 Tore, womit er in der ewigen Rangliste der Torjäger der englischen Nationalmannschaft hinter Kane (84), Wayne Rooney (53) und Bobby Charlton (49) auf dem vierten Platz liegt. Überdies hielt Lineker bis vor Kurzem den Rekord für die meisten WM-Tore Englands (10), doch auch hier hat Kane (11) ihn nach seinen zwei Treffern im Sechzehntelfinale gegen die DR Kongo (2:1) überflügelt. (sid)Ist Harry Kane der beste Fußballer, den England je hervorgebracht hat?·Wie ist die Erweiterung der Fußball-WM auf 48 teilnehmende Mannschaften zu bewerten? Pirmin Clossé zieht ein Zwischenfazit nach den Sechzehntelfinalspielen: Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps muss für das Achtelfinale gegen Deutschland-Bezwinger Paraguay seine Startelf umbauen. Wenige Stunden vor der Partie in Philadelphia berichteten französische Medien übereinstimmend, dass Aurélien Tchouaméni verletzt ausfällt. Danach laboriert der Mittelfeldspieler von Real Madrid an einer Oberschenkelblessur, hieß es bei RMC und „L'Equipe“.Der 26-Jährige hatte drei der bisherigen vier Partien bei der Fußball-Weltmeisterschaft über die volle Spielzeit bestritten. Lediglich beim 3:0 im Gruppenspiel gegen den Irak war Tchouaméni durch Manu Koné ersetzt. Der 25-Jährige von der AS Rom könnte nun abermals neben Adrien Rabiot im Mittelfeld auflaufen. (dpa)So gezeichnet verlässt Lionel Messi selten einen Rasen. Der 3:2-Kraftakt der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft nach Verlängerung in Miami gegen den krassen WM-Außenseiter Kap Verde verlangte aber auch dem achtmaligen Weltfußballer einiges ab.Über dem rechten Auge trug Messi auf der Stirn eine mächtige Beule davon. „Oh, diese Beule“, schrieb das argentinische Sportblatt „Olé“. Englands Boulevardblatt „The Sun“ befand: „Lionel Messi beendete den Thriller gegen Kap Verde mit einer schrecklichen Beule an der Stirn, die immer mehr anschwoll.“Der mittlerweile 39-Jährige war in der Nachspielzeit der 90 Minuten nach einer Attacke gestürzt. Er prallte dabei mit dem Kopf an das Knie seines Gegenspielers. Zuvor hatte Messi in dem packenden Sechzehntelfinale den Titelverteidiger mit einem Tor in seiner typischen Art nach famoser Ballannahme in Führung gebracht. Es war bereits sein siebtes Tor im vierten Spiel bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko. (dpa)Fußball-Weltmeister Per Mertesacker stünde für einen Posten beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) bereit. „Irgendwie mal beim DFB zu arbeiten, dem deutschen Fußball, dem ich auch so viel zu verdanken habe, mal was zurückzugeben, wenn das gewünscht ist, dafür stehe ich natürlich zur Verfügung“, sagte Mertesacker am späten Freitagabend im ZDF.Allerdings: „Mein Plan ist erst mal, hier das schöne Turnier zuende zu machen. Dann erst mal schön in den Urlaub“, betonte er. „Was ich natürlich auch machen wollte nach 15 Jahren beim FC Arsenal, acht Jahren in der dortigen Akademie: Die Zeit zu reflektieren, was ich da alles erlebt habe.“Am ehesten infrage für Mertesacker käme wohl das Amt des Sportdirektors. Ob der DFB nach der Trennung von Bundestrainer Julian Nagelsmann aber überhaupt einen neuen Sportdirektor sucht, ist derzeit noch offen: Zur Zukunft von Rudi Völler, der eng an Nagelsmann gebunden war, haben sich bisher weder Völler selbst noch der Verband geäußert. (sid)Schafft es Marokko ins Viertelfinale der Fußball-WM? Das wird auch von Ismael Saibari abhängen. Olaf Jansen über den „König der Löwen": Nach dem knappen argentinischen Erfolg im Sechzehntelfinale gegen Kap Verde reagiert auch die internationale Presse auf die spektakuläre Partie: Geht England im WM-Achtelfinale buchstäblich die Luft aus? Das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt stellt vor allem die Gegner vor große Herausforderungen. Es sind über 2200 Meter über dem Meeresspiegel und damit mehr als zweimal so hoch als Englands höchster Berg namens Scafell Pike. Der bringt es auf 978 Meter Höhe. „Ganz vereinfacht gesagt: Dünne Luft heißt niedrigerer Luftdruck als auf Meereshöhe“, erklärt Internist und Pneumologe Dr. Matthias Krüll, auch Chef-Mediziner des Berlin-Marathons. Bei gleichem Sauerstoffgehalt von etwa 21 Prozent nehme der sogenannte Sauerstoffpartialdruck - der Anteil des Gesamtdrucks der Atemluft, der auf den Sauerstoff entfällt - in der Luft ab. Im Vergleich zum Meeresspiegel sind es in 2.200 Metern Höhe 25 Prozent weniger. „Dadurch wird bei dünner Luft spontan eben deutlich weniger Sauerstoff ins Blut aufgenommen“, sagt Krüll der Deutschen Presse-Agentur. Die „Three Lions“ sollten deshalb ihr Spieltempo vielleicht etwas drosseln, „um den Spielern Zeit zu geben, sich zwischen den Phasen hochintensiven Spiels zu erholen“, rät der englische Sport-Mediziner Barney Wainwright von der Leeds Beckett University. „Sie werden wahrscheinlich mit ihrer Laufleistung hinten dran sein, früher 'aus der Puste kommen' als in niedrigeren Höhen gewohnt“, prophezeit Krüll: „Harry Kane sollte also nicht wie bisher bis zur 70. Minute warten, sondern einfach mal in der ersten Halbzeit schon seine zwei Tore machen, das wäre schon mal gut für die Engländer.“ (dpa)Lange schnupperte Kap Verde an der großen WM-Sensation, am Ende scheiterte der Außenseiter gegen den Weltmeister knapp. Die Enttäuschung wich aber schnell dem Stolz über das Erreichen des Sechzehntelfinals. „Das Volk von Kap Verde darf seinen Spielern dankbar sein. Sie haben unser Land auf der ganzen Welt würdig vertreten“, sagte Nationaltrainer Pedro Leitao Brito: „Für uns fühlt sich das wie ein Sieg an.“Der Coach der kleinsten Nation, die sich je für die K.o.-Phase einer WM qualifiziert hatte, haderte nicht lange mit der Pleite in einem Krimi gegen Argentinien (2:3 nach Verlängerung). „Besonders in der Verlängerung hatten wir das Gefühl, Argentinien noch einmal ernsthaft gefährden zu können“, sagte Brito. Dass sein Team die Albiceleste „bis tief in die Verlängerung hinein“ unter Druck gesetzt habe, „erfüllt uns mit Stolz“.Das Überraschungsteam der WM verlässt die USA erhobenen Hauptes. „Während des gesamten Turniers wollten wir Fußball spielen – selbst gegen die besten Mannschaften der Welt“, sagte Brito: „Wir haben nie versucht, das Spiel zu zerstören oder Zeit zu schinden. Wir wollten jedem Gegner auf Augenhöhe begegnen.“Diese Leistung werde „in die Geschichte unseres Landes eingehen“. Und vielleicht, ergänzte er, „gibt sie auch anderen kleinen Nationen Hoffnung, dass man mit Organisation, Charakter und harter Arbeit Großes erreichen kann.“ (sid) Mexikos Fußballer haben die Uhren, die ihnen ein amerikanischer Youtube-Star geschenkt hat, wieder zurückgegeben. Das teilte die Nationalmannschaft des WM-Mitgastgebers auf der Plattform X mit. Die Spieler hätten dies einvernehmlich beschlossen haben, hieß es.Stephen Deleonardis hatte die Mannschaft des WM-Mitgastgebers von Trainer Javier Aguirre mit Uhren einer bekannten Schweizer Luxusmarke beschenkt. Der Internet-Star, der dafür bekannt ist, auch mit seinem Reichtum zu protzen, war dafür extra ins WM-Camp im Süden von Mexiko-Stadt gekommen.Laut „Excelsior“ soll sich der Gesamtwert der Uhren auf über eine Million US-Dollar, umgerechnet rund 875.000 Euro, belaufen haben. Deleonardis hatte zuvor auf die Mexikaner im Sechzehntelfinale gegen Ecuador gewettet und gewonnen. Allein der Einsatz soll Berichten zufolge bei zwei Millionen US-Dollar gelegen haben. (dpa)Mohamed Salah war stolz und vergoss Tränen der Freude. „Es ist historisch. Es ist das Größte, was ich je erlebt habe“, schwärmte der ägyptische Kapitän nach dem emotionalen Achtelfinal-Einzug beim 4:2 (1:1, 1:1) nach Elfmeterschießen gegen Australien.„Mein Gefühl heute ist unbeschreiblich. Das war einer der besten Tage meines Lebens. Wir haben Geschichte geschrieben“, ergänzte Salah, der trotz einer Oberschenkelzerrung aus dem letzten Gruppenspiel 120 Minuten durchspielte und seinen Elfmeter mit einem Panenka verwandelte. „Ich habe versucht, mein Bestes zu geben und zu spielen, obwohl ich Schmerzen hatte“, gab er zu. (sid) Uli PutzDies dürfte die Millionen englischen Fußball-Fans nicht entzücken: Inmitten der Weltmeisterschaft hat Prinz William enthüllt, dass König Charles III. absolut nichts für diesen Sport übrig hat. „Mein Vater hasst Fußball“, sagte der britische Thronfolger am Freitag in einem Podcast mit US-Footballstar Travis Kelce.Der Podcast wurde nur wenige Stunden vor der in New York erwarteten Mega-Hochzeit von Kelce mit Pop-Superstar Taylor Swift veröffentlicht. Im Verlauf des Gesprächs ging es dann aber nicht so sehr um die offensichtlich anstehende Hochzeit, sondern mehr um Fußball. Der als enthusiastischer Fußball-Fan bekannte William kündigte unter anderem an, dass er zum WM-Finale in die USA kommen werde, wenn das englische Team einzieht. Befragt von Kelce, ob er seine Fußballleidenschaft von seinem Vater habe, antworte der britische Kronprinz: „Absolut nicht. Mein Vater hasst Fußball.“Was war los bei der WM in der deutschen Nacht? Alles Wichtige im kompakten Überblick mit Videos: Uli PutzDer Fußball-Weltverband FIFA hat trotz Diskussionen auf eine Vorverlegung des WM-Achtelfinals zwischen Ko-Gastgeber Mexiko und England in Mexiko-Stadt verzichtet. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Aufgrund des Risikos witterungsbedingter Störungen und Überschwemmungen hatte der Verband wohl diskutiert, die für Sonntag um 18 Uhr Ortszeit angesetzte Partie früher anpfeifen zu lassen.Entsprechende Berichte hatten bereits die Camps beider Mannschaften erreicht. „Wie wir uns auf das Spiel vorbereiten, muss gleich bleiben. Wir müssen fokussiert sein, wir müssen auf alles vorbereitet sein“, hatte Englands Marcus Rashford am Rande des Trainings am Freitag zu einer möglichen Verlegung gesagt: „Wir sind bereit für jede Herausforderung, die uns gestellt wird. Natürlich ist es nicht ideal, aber es bedeutet auch nichts.“Zuletzt war es beim Sechzehntelfinale in der mexikanischen Hauptstadt zwischen Mexiko und Ecuador wegen eines Gewitters zu einer Verzögerung gekommen. Das Spiel wurde letztlich eine Stunde später angepfiffen. Die Vorrundenbegegnung zwischen Frankreich und dem Irak (3:0) in Philadelphia war wegen eines Gewitters nach der Halbzeitpause zunächst nicht wieder angepfiffen worden, die Unterbrechung dauerte insgesamt knapp über zwei Stunden.Mehr ladenTickarooLive Blog Software