Stand: 04.07.2026 • 12:37 Uhr
250 Jahre Unabhängigkeitserklärung - das könnte Anlass sein für Feiern, die die USA wieder zusammenführen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Ein Streit um Baumaßnahmen überschattet den Jahrestag - und die Selbstdarstellung Trumps.
Als die Vereinigten Staaten 1976 ihren 200. Geburtstag begingen, sollten die Feierlichkeiten das Land nach Vietnamkrieg und Watergate wieder zusammenbringen. Es gab Bürgerfeste im ganzen Land, Paraden, Nachbarschaftsveranstaltungen und ein überparteiliches Bekenntnis zur US-amerikanischen Demokratie. Auch zum 250. Jubiläum gibt es solche lokalen Feiern, Ausstellungen und Gemeinschaftsprojekte in allen Bundesstaaten. Doch die nationalen Schlagzeilen werden vor allem von Washington bestimmt.
Rund um den 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 2026 wird in der Hauptstadt mit gewaltigen Feuerwerken, Militärkapellen, Flugshows und einer zweiwöchigen "Great American State Fair" auf der National Mall gefeiert, der parkähnlichen Grünfläche mitten in Washington zwischen Kapitol und Lincoln Memorial. Was als amerikanische Leistungsschau gedacht war, wirkt eher kulissenhaft zusammengestückelt.
Entlang der Mall stehen provisorische Pavillons, gestaltet mit aufgemalten Säulenfassaden. Darin präsentieren sich Bundesstaaten, Ministerien und Organisationen, wie etwa die konservative Mütterbewegung Moms for America. Dazwischen dreht sich ein Riesenrad, auf einer Arena finden Rodeovorführungen statt, neben einem kleineren Modell des von US-Präsident Donald Trump für Washington geplanten Triumphbogens.











