Im Achtelfinale wartet die SchweizNachdem sich die Kolumbianer mit dem 0:0 gegen Portugal den Gruppensieg gesichert hatten, rückten sie in den Fokus der Medien. "Es ist schön, dass wir von einigen als Mitfavorit gesehen werden. Aber das musst du auf dem Platz zeigen", erklärte Nestor Lorenzo vor dem Duell mit Ghana, in dem er wieder auf die etatmäßigen Außenverteidiger Munoz und Machado anstelle von Santiago Arias und Mojica setzte.Gleich vier Wechsel nahm Carlos Queiroz, der mit den Black Stars trotz des 1:2 gegen Kroatien und Gruppenplatz 3 ins Sechzehntelfinale eingezogen war. Neben Opoku, Yirenkyi und Williams (für Adjetey, Owusu und Sulemana) rückte auch Torhüter Ait Zigi in die erste Elf. Er war in den letzten zwei Partien verletzungsbedingt von Asare vertreten worden.Zwei frühe Wechsel - Kolumbiens Joker assistiertEs war ein ruppiger Auftakt in Kansas City, wo sich Jhon Arias nach zwölf Minuten für ein Foulspiel an William die erste Verwarnung abholte. Die verletzungsbedingten Auswechslungen von Kolumbiens Cordoba (8., für Luis Suarez) und Ghanas Senaya (13., für Seidu) waren unterdessen nicht auf direkte Gegnereinwirkungen zurückzuführen gewesen.Nicht nur auf den Zuschauerrängen, sondern auch auf dem Rasen präsentierten sich die Kolumbianer dominant. Nach 14 Minuten durften die Anhänger der Cafeteros schließlich ein erstes Mal jubeln, als Jhon Arias eine Flanke von Luis Suarez freistehend per Direktabnahme verwertete.Dominante KolumbianerWährend sich die Südamerikaner eingespielt präsentierten, agierten die Black Stars über weite Strecken nicht entschlossen genug. Zumindest aber bekamen sie die kolumbianische Offensive mit wenigen Ausnahmen in den Griff.Auch im restlichen Verlauf der ersten Hälfte brachten die Ghanaer trotz sechs Schussversuchen keinen direkten Abschluss auf das gegnerische Gehäuse zustande. Da Kolumbien in Person von Luis Diaz (39.) und Mojica (45.+1) den Ausbau der Führung indes noch zweimal verpasst hatte, ging es mit dem 1:0 in die Kabine.Viele Möglichkeiten für die CafeterosAus dieser kamen die Cafeteros ohne ihren Kapitän James, der für Rios Platz machte. Obwohl Ghana fortan energischer auftrat, gingen die ersten Annäherungen auch im zweiten Durchgang auf das kolumbianische Konto. Einzig Ati Zigi, der sowohl gegen Puerta (55.) als auch gegen Luis Diaz (58.) zur Stelle war, sowie eine knappe Abseitsstellung des Bayern-Profis (56.) verhinderten den zweiten Treffer.In puncto Chancenanzahl und -qualität hatten die Black Stars weiterhin klar das Nachsehen, wenngleich der knappe Abstand auch zu Beginn der Schlussphase stand. Bis zum Spielende sollte Kolumbiens Keeper Vargas zu keiner einzigen Parade gezwungen werden.Kolumbien trifft auf die SchweizKolumbien drängte durch Sanchez (81.) und den eingewechselten Quintero (84.) auf die Vorentscheidung, konnte diese allerdings nicht erzwingen. Da sich Ghana jedoch auch in der Nachspielzeit keine zwingende Möglichkeit erarbeiten konnte, änderte sich der Spielstand nicht mehr.Die Black Stars kamen damit auch 2026 nicht an ihr bestes WM-Abschneiden heran, das sie 2010 mit dem Einzug ins Viertelfinale aufgestellt hatten. Für die Cafeteros geht die Reise mit dem Achtelfinale gegen die Schweiz (Dienstag, 22 Uhr) in Vancouver weiter.