Kolumbien ist am Dienstag der Favorit gegen die Schweiz – wenn die Cafeteros einen Nachteil kompensierenMit dem 1:0 gegen Ghana qualifiziert sich Kolumbien in einem harten Match für den WM-Achtelfinal. Die robusten Südamerikaner haben in Kansas City viel Energie verbraucht und haben einen Tag weniger Erholung als die Schweizer.04.07.2026, 13.14 Uhr3 LeseminutenAuf ihn werden die Schweizer aufpassen müssen: Luis Díaz, Starstürmer des FC Bayern München.Scott Winters / Icon Sportswire / Imago«Es ist ein sehr hartes Turnier mit den verschiedenen Temperaturen und den vielen Reisen», sagte Kolumbiens Trainer Néstor Lorenzo nach dem Match mit Blick auf den Achtelfinal gegen die Schweiz, «die logistischen Herausforderungen sind für alle sehr schwierig». Im Vergleich zu den Schweizern sind sie für Kolumbien allerdings deutlich schwieriger.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Murat Yakin will mutig seinWährend die Schweizer in Los Angeles, San Francisco und zwei Mal in Vancouver spielten, liegt hinter Kolumbien ein wesentlich herausfordernderer Turnierparcours. Nach dem 3:1 gegen Usbekistan in der Höhe von Mexiko-Stadt folgte in Guadalajara das 1:0 gegen die Demokratische Republik Kongo, im subtropischen Miami gab es ein 0:0 gegen Portugal. Gegen Ghana setzte sich der Schweizer Achtelfinalgegner im schwülheissen Kansas City durch. Nun muss sich die kolumbianische Delegation nach einer weiteren Reise an die Umstände in Kanada adaptieren.Wie sehr sich der Vorteil für die Schweiz, keinen Reisetransfer absolvieren zu müssen, in der BC Place Arena in Vancouver auszahlen wird, muss sich weisen. «Wir müssen ähnlich spielen wie gegen Algerien», sagt Denis Zakaria, «Details werden entscheiden, wir müssen effizient sein und ein perfektes Spiel zeigen, dann können wir gewinnen.»Gegen Ghana erwies sich die Mannschaft des argentinischen Trainers Lorenzo, der als Spieler 1990 mit Diego Maradona den WM-Final gegen Deutschland erreichte, als das deutlich überlegene Ensemble. Das gut eingespielte, robuste Team traf auf einen Gegner, der nicht an die defensiv beeindruckende Leistung im letzten Gruppenspiel gegen England anknüpfen konnte. Ghanas Torhüter Ati Zigi war mit insgesamt sieben Paraden wesentlich daran beteiligt, dass der Sieg Kolumbiens nicht höher ausfiel. Der Goalie vom FC St. Gallen stand nach einer Verletzung im ersten WM-Match wieder im Tor.«Wir haben das Spiel sehr genau verfolgt, Kolumbien ist eine Mannschaft mit sehr viel spielerischer Qualität», sagt der Schweizer Trainer Murat Yakin. «Sie sind technisch stark, verfügen über schnelle und kreative Offensivspieler und können mit ihrer Intensität jederzeit gefährlich werden, wir müssen mutig unser eigenes Spiel durchziehen. Wir freuen uns auf die Herausforderung. Die Stimmung im Stadion wird hervorragend sein.» Wie in Kansas City dürfte auch in Vancouver die Arena von kolumbianischen Fans dominiert sein. Die Euphorie der grossen Latino-Community ist riesig.Luis Díaz ist noch nicht in FahrtDer bekannteste Spieler der kolumbianischen Mannschaft ist Luis Díaz. Hinter dem 29-jährigen Flügelstürmer liegt nach dem Wechsel vom FC Liverpool eine starke Saison mit dem FC Bayern München, wo Díaz mit Harry Kane und Michael Olise eine der besten Sturmreihen in Europa bildete. An der WM ist Díaz noch nicht richtig in Fahrt gekommen. Abgesehen vom Treffer zum 3:1 gegen Usbekistan fehlt ihm noch ein grosses Spiel.Neben Díaz ist auch der Captain James Rodríguez ein Spieler, auf den die Schweizer ein besonderes Augenmerk werfen müssen – sofern der 34-Jährige zum Einsatz kommt. Der Linksfuss, dessen Stern an der WM 2014 aufging und ihn zu Real Madrid brachte, spielt in der amerikanischen MLS und ist trotz langwierigen Verletzungen mit 130 Länderspielen immer gut für einen genialen Standard. Fraglich ist, ob der robuste Jhon Córdoba gegen die Schweiz antreten kann. Gegen Ghana musste der Stossstürmer bereits nach 8 Minuten verletzt vom Platz.Für die Schweizer Auswahl ist der Achtelfinal auch ein Wiedersehen mit der Geschichte. Als sich die Mannschaft unter dem Trainer Roy Hodgson nach langen Jahren ohne Turnierteilnahme 1994 für die WM in den USA qualifizierte, war Kolumbien mit dem schillernden Carlos Valderrama der dritte Gruppengegner. Beide Teams waren bereits fürs Weiterkommen qualifiziert, Kolumbien siegte in San Francisco 2:0.Passend zum Artikel
WM 2026: Kolumbien ist Favorit gegen die Schweiz – hat aber einen Nachteil
Mit dem 1:0 gegen Ghana qualifiziert sich Kolumbien in einem harten Match für den WM-Achtelfinal. Die robusten Südamerikaner haben in Kansas City viel Energie verbraucht und haben einen Tag weniger Erholung als die Schweizer.










