PfadnavigationHomePolitikDeutschlandAusbildung russischer SoldatenChinas Botschafter zu einem „dringlichen Gespräch“ ins Auswärtige Amt gebetenStand: 22:00 UhrLesedauer: 2 MinutenDie Fahne Chinas weht vor der ehemaligen chinesischen Botschaft in DeutschlandQuelle: Oliver Berg/dpaDie Warnung an Peking fällt ungewöhnlich deutlich aus. Außenminister Johann Wadephul sieht durch Chinas Unterstützung für russische Soldaten „unsere Kerninteressen“ in Gefahr. Das Auswärtige Amt bittet den chinesischen Botschafter zu einem dringlichen Gespräch.Die Bundesregierung hat der Regierung in Peking unmissverständlich deutlich gemacht, dass sie eine Ausbildung russischer Soldaten durch China missbilligt. „China muss wissen, dass dieser russische Aggressionskrieg gegen die Ukraine unsere Kerninteressen bedroht“, sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) am Rande seines Besuchs in Brasilien in der Hauptstadt Brasília. Das Auswärtige Amt hatte den chinesischen Botschafter an diesem Donnerstag zu einem dringlichen Gespräch gebeten. Zuerst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet.Die Bundesregierung habe Berichte, wonach in China russische Soldaten ausgebildet würden, „mit großer Besorgnis“ gelesen, sagte Wadephul. Europa sei selbstverständlich bereit, seine Kerninteressen zu verteidigen. „Dieser Krieg muss zu einem Ende gebracht werden und es darf wirklich keine einzige Maßnahme auch von außen geben, um diesen Krieg fortzuführen“, sagte er mit Blick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine.Lesen Sie auchMan habe mit dem chinesischen Botschafter „intensiv, aber auch sehr offen“ gesprochen, fügte Wadephul hinzu. „Wir werden auch weiter mit der chinesischen Seite im Gespräch bleiben müssen, weil wir Unklarheiten dort nicht akzeptieren können.“Russland als „größte Bedrohung“Aus dem Auswärtigen Amt hieß es laut „Spiegel“ zudem, Russland bleibe „die größte Bedrohung unserer euroatlantischen Sicherheit“. Chinas „entscheidende und wachsende Unterstützung“ für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine betreffe daher „direkt unsere Sicherheit“. Lesen Sie auchAuch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe bei seinem Besuch in China im Februar das Thema gegenüber dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping angesprochen, hieß es weiter. Auch bespreche man das Thema intensiv mit den europäischen Partnern.Lesen Sie auchDie Bitte um ein dringliches Gespräch ist ein Mittel des deutlichen diplomatischen Protests, aber noch keine formelle Einbestellung.dpa/doli
Ausbildung russischer Soldaten: Chinas Botschafter zu einem „dringlichen Gespräch“ ins Auswärtige Amt gebeten - WELT
Die Warnung an Peking fällt ungewöhnlich deutlich aus. Außenminister Johann Wadephul sieht durch Chinas Unterstützung für russische Soldaten „unsere Kerninteressen“ in Gefahr. Das Auswärtige Amt bittet den chinesischen Botschafter zu einem dringlichen Gespräch.












