Mit Ölfässern, Trommeln, Trillerpfeifen und Plakaten haben Zehntausende Beschäftigte bundesweit gegen die geplante Verschärfung des Sparkurses bei Mercedes-Benz protestiert. An mehreren Standorten machten die Angestellten ihrer Wut ob der anstehenden Maßnahmen Luft. Aufgerufen zu den Demos hatte die Gewerkschaft IG Metall.
Zur Anzahl der Teilnehmenden gibt es unterschiedliche Angaben: Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich mehr als 33.000 Beschäftigte an dem Protest, ein Sprecher des Unternehmens sprach hingegen von nur etwa halb so vielen Anwesenden.In Baden-Württemberg, der Herzkammer des schwäbischen Autobauers, protestierten die Menschen am traditionsreichen Standort in Sindelfingen, wo unter anderem die S-Klasse produziert wird. Gesamtbetriebsratschef Ergun Lümali sprach am Tor 7 zu den Beschäftigten. Zuvor hatte Lümali der Nachrichtenagentur dpa gesagt: »Die Beschäftigten sind mit den Plänen des Vorstands und dem Abbau des Sozialstaats nicht einverstanden.« Das Management wolle hart erkämpfte Errungenschaften zurückdrehen. Das sei keine Grundlage für weitere Gespräche.
Auch andernorts DemonstrationenProteste fanden laut IG Metall in Baden-Württemberg auch in Stuttgart-Untertürkheim, Rastatt und Kuppenheim statt. Aber auch in Bremen, Berlin, Hamburg und Germersheim wurde demonstriert. In Düsseldorf sagte Gewerkschaftschefin Christiane Benner bei einer Kundgebung laut Mitteilung: »Wer ernsthaft über Wettbewerbsfähigkeit reden will, darf nicht bei den Arbeitsbedingungen ansetzen. Der Schlüssel für eine starke Autoindustrie liegt in Investitionen in zukunftsfeste Produkte, Standorte und Beschäftigte.«










