Tausende Beschäftigte von Mercedes-Benz protestieren am Freitag bundesweit gegen die Verschärfung des Sparkurses bei dem Autobauer. Die Gewerkschaft IG Metall hat zu den Protesten aufgerufen. Demnach finden Kundgebungen unter anderem an den Standorten Sindelfingen und Untertürkheim (Stuttgart) statt. Aber auch in Rastatt, Kuppenheim, Bremen, Berlin, Hamburg und Germersheim machen die Beschäftigten ihrem Unmut Luft, wie ein Gewerkschaftssprecher mitteilte. In Düsseldorf will IG Metall-Chefin Christiane Benner (58) sprechen.
Proteste bei Mercedes sollen nur der Auftakt seinDer Protest bei Mercedes soll der Auftakt für weitere Aktionen sein. „Die IG Metall und die Beschäftigten der Hersteller und Zulieferer werden den Unternehmenslenkern der Autoindustrie einen heißen Sommer und Herbst bescheren, solange sie weiter auf Arbeitsplatzabbau und Verlagerung setzen, statt echte Problemlösungen zu suchen“, erklärte die Gewerkschaft im Vorfeld des Aktionstags.
In ganz Deutschland sorgten die Entscheider der Automobilhersteller und Zulieferer für schlechte Nachrichten. 50.000 Arbeitsplätze hätten sie vergangenes Jahr in der Automobilindustrie abgebaut – und es werde so weiterlaufen, wenn es nach ihnen ginge. „Die Beschäftigten sind nicht schuld an der Misere“, betonte die IG Metall.Ein Mercedes-Sprecher sagte: „Wir nehmen mögliche Unsicherheiten und Sorgen ernst. Mercedes-Benz ist es wichtig, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühzeitig und transparent zu informieren – auch bei schwierigen Entscheidungen. Wir respektieren, dass sich der Betriebsrat zur Produktivitätsoffensive äußert.“










