Wenn am Samstag in Barcelona die 113. Tour de France beginnt, ist Max Kanter mittendrin. Der 28-jährige Sprinter fährt für das Team XDS Astana und bestreitet seine erste Tour de France. Kanter, in Cottbus geboren und heute in Pirna am Rand der Sächsischen Schweiz zu Hause, gehört zu den ganz wenigen in Sachsen lebenden Profis im Feld. Einen Tage vor dem Start sprach er mit der OAZ – über die lange Vorbereitung, seine Ziele und das besondere Gefühl vor der ersten Tour.
Seit dem Winter im Plan, seit einer Woche sicher
Auf die Tour bereitet sich Kanter seit Monaten vor. „Der Plan im Winter war schon, dass es in Richtung Tour gehen soll", sagte er der OAZ – das ist mehr als ein halbes Jahr her. Sicher sein konnte er sich lange nicht, denn am Ende zählt die Form. Endgültig fest steht das Aufgebot erst seit Kurzem: „Seit Dienstag letzter Woche" wisse er, dass er dabei sei, so Kanter. Bis dahin blieb die Nominierung offen.
Für Kanter ist es ein großer Schritt. Profi zu werden, ist im Radsport schon etwas Besonderes; sich in der WorldTour zu behaupten, der Königsklasse, noch mehr. Und die Tour de France ist die Bühne, von der jeder Fahrer träumt – für einen Radprofi so etwas wie der Ritterschlag. „Ja, es ist schon speziell", sagt Kanter über seine Premiere. Es ist ohnehin ein Jahr der Premieren für den Sprinter: Im März gewann er bei dem prestigeträchtigen Etappenrennen Paris-Nizza erstmals ein Rennen der WorldTour, der höchsten Radsportliga. Übrigens als einziger Deutscher bisher dieses Jahr.
















